24 April 2026, 18:36

Wuppertaler Zoo in der Kritik: Gewalt gegen Elefanten durch PETA-Videos enthüllt

Deutschland: Besorgniserregendes Material aus dem Wuppertaler Zoo

Wuppertaler Zoo in der Kritik: Gewalt gegen Elefanten durch PETA-Videos enthüllt

Wuppertaler Zoo steht wegen Umgangs mit Afrikanischen Elefanten in der Kritik

Der Wuppertaler Zoo sieht sich mit Vorwürfen wegen der Behandlung seiner Afrikanischen Elefanten konfrontiert. Die Tierrechtsorganisation PETA hat Videomaterial veröffentlicht, das zeigt, wie Pfleger gewaltsame Trainingsmethoden anwenden – darunter den Einsatz von Bullhaken und körperliche Zwangsmaßnahmen. Zudem wird dem Zoo vorgeworfen, die Tiere für Fotosessions und Reitangebote auszubeuten, um die Einnahmen zu steigern.

Aufnahmen aus den Monaten Mai bis Juli 2018 belegen, wie Zoomitglieder Elefanten während des Trainings und bei Waschritualen mit Bullhaken pieksen. In einer Szene wird ein Elefant gezwungen, für Besucherfotos Positions zu halten, in einer anderen zieht ein Pfleger an den Stoßzähnen eines Tieres. Ein Gast ist zudem zu sehen, wie er auf dem Rücken eines Elefanten reitet – eine Praxis, die von Tierschützern seit Langem scharf verurteilt wird.

Die Biologin Dr. Yvonne Würz, Expertin von PETA, kritisiert, der Zoo behandle die Elefanten wie "Fotorequisiten" und Unterhaltungsobjekte. Selbst junge Tiere wie das Elefantenbaby Tuffi litten unter den Trainingsmethoden und erlebten psychischen Stress, warnt sie. Fachleute sind sich einig: Elefanten lassen sich nicht ohne Gewalt und Zwang dressieren.

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PETA fordert den Zoo und die Stadt auf, die mutmaßlichen Misshandlungen umgehend zu beenden. Die Organisation plädiert für einen Wechsel zu "geschütztem Kontakt" – einem sichereren System, bei dem Pfleger und Tiere durch Barrieren getrennt sind. Trotz Hinweisen an Oberbürgermeister Andreas Mucke und Fraktionen des Stadtrats blieb eine Reaktion bisher aus.

Der Einsatz der Elefanten bei Sonderveranstaltungen scheint mit rückläufigen Besucherzahlen zusammenzuhängen. Zwar generieren diese Aktivitäten zusätzliche Einnahmen, doch Tierschützer üben scharfe Kritik an der Praxis.

Die veröffentlichten Aufnahmen erhöhen den Druck auf den Wuppertaler Zoo, seine Haltungspraxis bei Elefanten zu ändern. PETA setzt sich weiterhin für ein Ende der Zwangsvorführungen und des direkten Kontakts zwischen Pflegern und Tieren ein. Ohne Eingreifen bleibt das Wohl der Zoelefanten – darunter auch des jungen Tuffi – weiter gefährdet.

Quelle