Hessens Immobilienmarkt zeigt 2022 gespaltene Preisentwicklung zwischen Stadt und Land
Esther SchülerHessens Immobilienmarkt zeigt 2022 gespaltene Preisentwicklung zwischen Stadt und Land
Immobilienpreise in Hessen zeigen im zweiten Quartal 2022 gemischte Trends
Im zweiten Quartal 2022 entwickelten sich die Immobilienpreise in Hessen uneinheitlich: Während einige Regionen leichte Steigerungen verzeichneten, gab es in anderen rückläufige oder stagnierende Preise. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag im Schnitt bei 3.539 Euro – ein Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Besonders stark stieg der Preis in Wiesbaden, wo die Werte auf 4.592 Euro pro Quadratmeter kletterten. Auch die angrenzenden Landkreise Hochtaunus und Main-Taunus verzeichneten ein Wachstum von rund 2 Prozent auf 4.860 Euro bzw. 4.649 Euro. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg stieg der Preis um 3 Prozent, trotz allgemeiner wirtschaftlicher Belastungen.
Dagegen verlangsamte sich der Markt in Frankfurt am Main spürbar: Hier stiegen die Preise nur noch um 1 Prozent – halb so stark wie im ersten Quartal. Der Durchschnittswert liegt nun bei 6.215 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig meldeten 46 hessische Gemeinden leichte Preissenkungen – doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.
In ländlichen Regionen Hessens zeigte sich hingegen ein anderes Bild: Im Vogelsbergkreis sanken die Preise seit Januar um 3 Prozent, in Freiensteinau sogar um 5 Prozent auf 1.449 Euro pro Quadratmeter. Rund 40 weitere Orte verzeichneten im Quartal keine Veränderungen bei den Wohnimmobilienpreisen.
Die aktuellen Zahlen belegen eine ungleichmäßige Entwicklung auf dem hessischen Immobilienmarkt. Während in städtischen und wohlhabenden Regionen die Preise weiter stiegen, mussten ländliche und kleinere Gebiete Rückgänge oder Stagnation hinnehmen. Insgesamt deutet sich eine Abkühlung des Marktes im Vergleich zu den Anfangsmonaten des Jahres an.






