Betrüger nutzen "Schockanrufe": So täuschen sie Krebsdiagnosen vor
Die Polizei warnt vor einer zunehmenden Betrugsmasche am Telefon, die sich gezielt an ältere Mitbürger richtet. Bei den sogenannten "Schockanrufen" geben sich Betrüger als Ärzte aus und behaupten, ein Angehöriger habe eine Krebsdiagnose erhalten. Anschließend fordern sie unter Zeitdruck Bargeldzahlungen für angebliche medizinische Behandlungen.
Am Mittwoch (23. April) meldeten mehrere Personen verdächtige Anrufe bei den Behörden. In einem Fall übergab ein Opfer in Weiterstadt-Gräfenhausen nach einem solchen Anruf Geld an die Täter. Die Betrüger nutzen gezielt Ängste aus, behaupten, die Krankenkasse übernehme die Kosten nicht, und setzen die Opfer unter Druck, sofort zu zahlen.
Ein Verdächtiger wurde in einem Fall als schlanker Mann mit einer Körpergröße von etwa 1,60 bis 1,65 Metern beschrieben. Er trug eine Wollmütze, dunkle Sonnenbrille, einen Pullover und dunkelblaue Hosen. Die Polizei hat zwar keine bundesweite Gesamtzahl ähnlicher Betrugsfälle bestätigt, verweist jedoch auf Einzelmeldungen – darunter einen Vorfall in Dortmund am 25. März 2026.
Die Behörden raten dringend davon ab, aufgrund eines Telefonats Geld oder Wertgegenstände an Fremde zu übergeben. Betroffene sollten stattdessen sofort auflegen und den angeblich betroffenen Angehörigen direkt kontaktieren. Bei Unsicherheit wird empfohlen, umgehend die Polizei zu verständigen.
Die Masche zielt besonders auf die Verwundbarkeit älterer Menschen ab. Die Ermittlungen laufen weiter, und die Polizei erinnert daran, unerwartete medizinische Notfälle stets zu überprüfen, bevor man handelt. Meldungen solcher Vorfälle helfen den Behörden, weitere Betrugsversuche zu verfolgen und zu verhindern.






