18 March 2026, 00:47

Zoll stoppt elf Tonnen gefährliche Ware: Salmonellen-Verdacht bei Cashewkernen aus der Elfenbeinküste

Eine Person hält eine Handvoll Cashew-Nüsse, mit einigen Blättern auf der rechten Seite des Bildes.

Zoll beschlagnahmt verdächtige Cashew-Nüsse und Kosmetika in Kassel - Zoll stoppt elf Tonnen gefährliche Ware: Salmonellen-Verdacht bei Cashewkernen aus der Elfenbeinküste

Zollbeamte in Kassel haben bei Routinekontrollen mehr als elf Tonnen Ware beschlagnahmt. Unter den Sendungen befanden sich Kosmetikartikel aus dem Vereinigten Königreich und Cashewkerne aus der Elfenbeinküste. Beide Lieferungen wurden wegen schwerwiegender Verstöße gegen Vorschriften gestoppt.

Eine acht Tonnen schwere Ladung Cashewkerne aus der Elfenbeinküste traf ohne die vorgeschriebenen Gesundheitszeugnisse ein. Bei der Überprüfung stellten die Beamten zudem einen muffigen Geruch in einigen der 50 teilweise beschädigten Kartons fest. Die Sendung wurde beschlagnahmt, da der Verdacht auf eine Salmonellenbelastung besteht.

Eine separate, drei Tonnen schwere Lieferung mit Kosmetikprodukten aus dem Vereinigten Königreich wurde angehalten, weil die verpflichtenden deutschsprachigen Verbraucherinformationen fehlten. Die Waren stammten aus mehreren Ländern, deren genaue Herkunft jedoch nicht näher bezeichnet wurde. Die Behörden vermuten, dass einige Hautaufhellungsprodukte einen zu hohen Gehalt an Kojisäure aufweisen könnten, der die EU-Grenzwerte überschreitet.

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Beide Sendungen stehen derzeit unter Embargo und dürfen nicht weiterbefördert werden, bis die zuständigen Stellen weitere Prüfungen abgeschlossen haben.

Die beschlagnahmten Waren bleiben vorerst in behördlicher Verwahrung, während die Verstöße untersucht werden. Sollte sich der Salmonellenverdacht bei den Cashewkernen bestätigen, droht ihre Vernichtung. Die Kosmetikartikel müssen zunächst den Konformitätsanforderungen entsprechen, bevor eine Freigabe erfolgen kann. Ein Zeitplan für die Klärung der Fälle wurde bisher nicht bekannt gegeben.

AKTUALISIERUNG

Erweiterte Zollkontrollen in Kassel: Frühere Inspektionen zeigen anhaltende Schmuggelrisiken

Vor kurzem führten Zollbehörden in Kassel gemeinsame Inspektionen durch, bei denen eine weit verbreitete Nichtübereinstimmung aufgedeckt wurde. Die wichtigsten Erkenntnisse waren:

  • 11 Geschäfte wurden inspiziert, wobei 8 Verstöße wie der Zugang von Minderjährigen und unsichere Kohlenmonoxidwerte festgestellt wurden.
  • 441 nicht versteuerte E-Zigaretten und 571 illegale Snus/Nikotin-Pods wurden beschlagnahmt, was die anhaltenden Schmuggeltrends hervorhebt.
  • 2.500€ geschätzter Steuerverlust durch unregulierte E-Zigarettenverkäufe allein, wie von lokalen Beamten angegeben.