ZDF zieht Vorwurf gegen Elon Musk zurück – wie ein Tweet Unruhen in Belfast befeuerte
Carmine WeißZDF zieht Vorwurf gegen Elon Musk zurück – wie ein Tweet Unruhen in Belfast befeuerte
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF hat Elon Musk vorgeworfen, einen Bürgerkrieg in Nordirland anzustacheln. Diese Behauptung folgte auf seine Verbreitung eines Protestaufrufs des rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson auf der Plattform X. Später räumte ZDF ein, die Formulierung in seiner Sendung sei unpräzise und irreführend gewesen.
In Belfast brachen gewalttätige Unruhen aus, nachdem online ein Video verbreitet worden war, das zeigt, wie der sudanesische Staatsbürger Hadid Allodid den Schotten Stephen Ogilvie fast enthauptet. Die Aufnahmen lösten Ausschreitungen aus, bei denen unter anderem die Wohnungen von Migranten mit Brandbomben angegriffen und ein afrikanisch geführter Supermarkt verwüstet wurden.
Musk teilte daraufhin einen Beitrag von Tommy Robinson, in dem dieser zu wiederholten und lauten Protesten gegen Migranten aufrief. Musk fügte den Kommentar hinzu: „Nur durch wiederholte und laute Proteste haben wir eine Chance.“ Die ZDF-Sendung heute live widmete dem Thema eine 30-minütige Reportage und stellte dabei eine direkte Verbindung zwischen Musk, Robinson und dem Aufruf zu anti-migrantischen Protesten her.
Später gab ZDF zu, dass die gewählte Formulierung ungenau gewesen sei. Der ursprüngliche Vorwurf der Anstiftung fiel in eine Phase erhöhter Spannungen. Die Unruhen in Belfast führten zu Angriffen auf Migranten und erhebliche Sachbeschädigungen.






