17 March 2026, 20:10

Wohnungsmangel bekämpfen: Wie Umnutzung statt Neubauten Städte rettet

Eine Reihe von Häusern an einer Straßenecke mit sichtbaren Renovierungen, umgeben von verstreuten Werkzeugen und Materialien, Bäumen, Fahrzeugen und einem klaren blauen Himmel.

Wohnungsmangel bekämpfen: Wie Umnutzung statt Neubauten Städte rettet

Konferenz zeigt innovative Lösungen für Wohnungsmangel: Umnutzung statt Neubauten

Eine aktuelle Konferenz stellte innovative Ansätze vor, um den Wohnungsmangel durch die Umnutzung bestehender Gebäude und brachliegender urbaner Flächen zu bekämpfen. Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft präsentierten erfolgreiche Projekte mit Fokus auf nachhaltiges Bauen und gemeindegetragene Lösungen.

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Obwohl es keine genauen Statistiken gibt, belegen Einzelbeispiele wie das Kölner Projekt Energiesprong 2426 oder das Marktquartier in Recklinghausen, wie ältere Bausubstanz in modernes, effizientes Wohnraum umgewandelt werden kann.

Staatssekretärin Ines Froehlich betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Sanierungsteams. Durch die Identifizierung gemeinsamer Herausforderungen ließen sich Lösungen gezielter entwickeln, so ihre Argumentation. Dr. Michael Bruder unterstützte dies und forderte einen stärkeren Fokus auf die Wiederverwendung bestehender Gebäude und Materialien, um den Druck auf den Wohnungsmarkt zu verringern.

Mehrere Projekte demonstrierten kreative Anpassungen: In Homberg/Efze entstand aus einer ehemaligen Klinik ein nachhaltiges Wohnquartier. Das sanierte Rathaus in Hattersheim stand als weiteres Beispiel für "Wiedernutzung" – ein Beweis dafür, dass ältere Gebäude ohne Abriss neuen Zwecken dienen können. Gleichzeitig wurden Nachkriegssiedlungen der 1950er- und 60er-Jahre wegen ihres Verdichtungspotenzials hervorgehoben: Hier ließen sich zusätzliche Wohnungen schaffen, ohne Grünflächen oder alte Baumbestände zu opfern.

Zu den diskutierten Schlüssestrategien zählten serielle Sanierungsmethoden wie Energiesprong, die Modernisierungen beschleunigen, sowie gemischte Nutzungen, die Wohnen mit anderen Funktionen verbinden. Nachhaltige Materialien wie Holz und Recyclingressourcen standen ebenfalls im Mittelpunkt. Fachleute betonten die Bedeutung einer ganzheitlichen Planung, bei der ein Team alle Phasen steuert, um Komplikationen zu minimieren.

Die Konferenz lotete Möglichkeiten aus, Leerstände umzuwidmen, bestehende Wohnkomplexe zu erweitern und neue Stadtquartiere zu schaffen. Die Teilnehmenden untersuchten, wie überflüssige Flächen – etwa stillgelegte Kliniken oder ungenutzte Grundstücke – zu lebenswerten, ökologischen Nachbarschaften umgestaltet werden können.

Die Veranstaltung zeigte konkrete Wege auf, wie sich der Wohnungsmangel durch intelligente Nachverdichtung lösen lässt. Indem Städte bestehende Strukturen, nachhaltige Materialien und Bürgerbeteiligung priorisieren, entstehen effiziente, lebenswerte Räume – ohne übermäßigen Neubedarf. Die vorgestellten Beispiele dienen als Vorbild für künftige Projekte in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Quelle