Wiesbadens Wohnungsmarkt: Rückgang bei Neubauten, aber Hoffnung durch Genehmigungen
Esther SchülerWiesbadens Wohnungsmarkt: Rückgang bei Neubauten, aber Hoffnung durch Genehmigungen
Wiesbadens Wohnungsmarkt verzeichnete in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum, doch die Bauzahlen für 2019 blieben hinter den Erwartungen zurück. Neue Daten zeigen Trends bei Wohnungsgrößen, Eigentumsverhältnissen und Gebäudetypen in der Stadt. Die Zahlen werfen auch ein Licht auf den Anteil geförderter Wohnungen am gesamten Bestand.
Im Jahr 2019 wurden in Wiesbaden nur 394 neue Wohnungen fertiggestellt – eine Zahl, die unter dem langjährigen Durchschnitt der Stadt liegt. Trotz dieses Rückgangs wurden im Folgejahr Baugenehmigungen für 1.087 neue Wohneinheiten erteilt, was auf eine mögliche Erholung hindeutet. In den letzten zwei Jahrzehnten ist der Wohnungsbestand der Stadt um 10.756 Wohnungen gewachsen.
Ende 2019 umfasste das gesamte Wohnungsangebot in Wiesbaden 142.571 Wohnungen. Davon waren 9.281 gefördert, was etwas mehr als sechs Prozent des Gesamtmarktes ausmacht.
Neubauwohnungen in der Stadt sind tendenziell großzügig geschnitten: Ein Viertel verfügt über mehr als vier Zimmer, während jede fünfte Wohnung entweder drei oder fünf Zimmer hat. Ein- und Zweizimmerwohnungen sind deutlich seltener. Auffällig sind auch die Eigentumsverhältnisse – 43 Prozent der Neubauten wurden als selbstgenutztes Wohneigentum erworben.
Die meisten Neubauten entstehen in Form von Mehrfamilienhäusern. Zwei Drittel der kürzlich fertiggstellten Wohnungen befinden sich in diesen größeren Wohnkomplexen.
Die aktuellen Zahlen spiegeln eine gemischte Entwicklung auf Wiesbadens Wohnungsmarkt wider: Zwar verlangsamte sich der Bau 2019, doch die Genehmigungszahlen deuten auf künftiges Wachstum hin. Großzügige Wohnungen dominieren den Neubausektor, und geförderter Wohnraum macht zwar nur einen kleinen, aber stabilen Teil des Gesamtbestands aus. Die Daten zeichnen ein klares Bild der sich wandelnden Wohnlandscape der Stadt.






