Wiesbadens Tourismus wächst 2019 dank europäischer Gäste und neuer Attraktionen
Hilma PergandeWiesbadens Tourismus wächst 2019 dank europäischer Gäste und neuer Attraktionen
Wiesbadens Tourismusbranche verzeichnete im frühen Jahr 2019 ein stetiges Wachstum: Die Zahl der Übernachtungen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent. In den ersten drei Monaten wurden 289.730 Gästeankünfte registriert – ein Plus von 7.000 gegenüber 2018. Während die internationalen Besucherzahlen insgesamt nahezu unverändert blieben, gab es in einigen Märkten deutliche Verschiebungen der Nachfrage.
Die ersten Monate des Jahres brachten für internationale Gäste gemischte Ergebnisse. Reisende aus den arabischen Golfstaaten gingen um 16 Prozent zurück, während die Ankünfte aus China und Japan drastisch um 41 bzw. 44 Prozent einbrachen. Insgesamt sank die Zahl der Übernachtungen internationaler Gäste leicht von 130.588 im Jahr 2018 auf 129.740 in 2019.
Dagegen entwickelten sich andere europäische Märkte positiv: Spanien verzeichnete mit einem Anstieg von 140,4 Prozent bei den Übernachtungen das stärkste Wachstum. Die BeNeLux-Länder legten um 5,0 Prozent zu, Österreich um 21 Prozent und die Schweiz um 8,2 Prozent.
Wiesbadens Attraktivität als historische Kurstadt hat durch neue Erlebnisangebote weiter zugenommen. Das Rhein-Main Congress Center (RMCC) rückte nach seiner Präsentation auf Branchenveranstaltungen Anfang 2019 als moderne Veranstaltungslocation in den Fokus. Veranstaltungen wie die Rheingauer Weinwoche oder der Shooting Stars Market haben sich zu beliebten Pauschalangeboten entwickelt – ein führender britischer Reiseveranstalter nahm sie kürzlich in sein Programm auf.
Auch die kulturellen Highlights der Stadt stießen auf Interesse: Die Jugendstil-Sammlung im Museum Wiesbaden erwies sich besonders für Reiseveranstalter aus China und den USA als attraktiv.
Fazit: Das Wachstum des Wiesbadener Tourismus im frühen Jahr 2019 wurde vor allem durch die starke Nachfrage aus Europa, insbesondere aus Spanien und Österreich, getragen. Die erweiterten Veranstaltungskonzepte und kulturellen Angebote halfen, die Rückgänge bei Besuchern aus Asien und den Golfstaaten auszugleichen. Mit 289.730 Übernachtungen deutet das erste Quartal auf einen positiven Trend für das restliche Jahr hin.






