23 March 2026, 14:13

Weltweiter Flaggentag: Städte fordern atomare Abrüstung und Frieden

Plakat mit "Vereinte Nationen kämpfen für die Freiheit" in weißer Schrift auf einem navyblauen Hintergrund, umgeben von einer kreisförmigen Anordnung von Flaggen mit roten, weißen und blauen Streifen.

Weltweiter Flaggentag: Städte fordern atomare Abrüstung und Frieden

Weltweit hissten Städte diese Woche Flaggen zum "Flaggentag" für nukleare Abrüstung

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Städte auf der ganzen Welt haben in dieser Woche mit dem "Flaggentag" ein Zeichen für die Abschaffung von Atomwaffen gesetzt. Die von der Organisation Bürgermeister für den Frieden initiierte Kampagne lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Bedrohung durch die noch immer existierenden 12.121 Atomwaffen. Allein in Deutschland beteiligten sich über 600 Kommunen – darunter Rüsselsheim am Main – mit Flaggenhissungen und der Sammlung von Unterschriften für eine globale Petition.

Bürgermeister für den Frieden wurde 1982 von den Bürgermeistern von Hiroshima und Nagasaki gegründet. Das Netzwerk umfasst mittlerweile mehr als 8.390 Städte in 166 Ländern und setzt sich für die vollständige Ächtung von Atomwaffen sowie ein friedliches Miteinander ein.

Der "Flaggentag" erinnert an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs von 1996, das Atomwaffen nach internationalem Recht für illegal erklärte. Die diesjährige Kampagne läuft bis zum 30. August 2024 und sieht vor, dass Städte Flaggen hissen und öffentliche Unterstützung mobilisieren.

In Rüsselsheim unterzeichnete Bürgermeister Patrick Burghardt die Petition, die alle Staaten auffordert, dem Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) beizutreten. Der 2017 von den Vereinten Nationen beschlossene und seit 2021 in Kraft getretene Vertrag zielt auf ein vollständiges Verbot von Atomwaffen ab. Rüsselsheim ist seit 2019 Teil von Bürgermeister für den Frieden.

Bürgerinnen und Bürger können die Petition bis zum 19. Juli im Rüsselsheimer Rathaus unterzeichnen. Exemplare sind auch per E-Mail oder telefonisch erhältlich.

Die Unterschriftenaktion fordert Regierungen auf, den TPNW zu ratifizieren und bestehende Atomarsenale abzubauen. Mit der Unterstützung von mittlerweile 8.000 Städten gewinnt die Bewegung weiter an Fahrt. Als nächsten Schritt plant die Kampagne, die gesammelten Unterschriften bis zum August-Stichtag an nationale Regierungschefs zu überreichen.

Quelle