24 March 2026, 06:13

Batteriespeicherprojekte kämpfen um stabile Finanzierung in unsicheren Märkten

Liniengraph, der den steigenden Verkauf von Elektrofahrzeugen in Australien \303\274ber die Zeit zeigt, mit begleitendem erl\303\244uterndem Text.

Batteriespeicherprojekte kämpfen um stabile Finanzierung in unsicheren Märkten

Die Finanzierung großflächiger Batteriespeicherprojekte verändert sich rasant. Während traditionelle Händlerprojekte mit wachsenden Risiken konfrontiert sind, entstehen neue Modelle. Entwickler und Kreditgeber suchen zunehmend nach alternativen Wegen, um in einem sich wandelnden Energiemarkt an Kapital zu kommen.

Der Wandel setzt ein, da Arbitragegewinne – erzielt durch den Einkauf günstigen Stroms und dessen Verkauf zu höheren Preisen – immer unzuverlässiger werden. Diese Unsicherheit veranlasst Banken und Investoren, auf stabilere Einnahmequellen zu bestehen, bevor sie Kredite bewilligen.

Seit etwa zwei Jahren finanziert die DAL Batteriespeicherprojekte. Anfangs stützte sich das Unternehmen auf Erträge aus dem Händlermarkt, bei denen die Gewinne von Preisschwankungen abhingen. Doch nach einer plötzlichen Kürzung der Umsatzprognosen für Speichersysteme um 30 Prozent durch einen Strompreis-Dienstleister passte DAL seine Risikobewertungen an. Heute wendet das Unternehmen erhebliche Abschläge auf die prognostizierten Erträge an und besteht auf eine solide Schuldendienstdeckungsquote für Projekte ohne feste Verträge.

Immer beliebter werden sogenannte Tolling-Vereinbarungen. Diese garantieren Preissicherheit und erleichtern es Banken, Projekte mit höherer Fremdkapitalquote zu finanzieren. Ohne solche Abkommen sehen Kreditgeber oft zu hohe Risiken, um Betriebskosten, Zinsen und Kreditrückzahlungen abzudecken.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend in aufstrebenden Märkten wie Rumänien und Bulgarien. Beide Länder führen mittlerweile – nach Deutschland und Italien – das Wachstum bei großflächigen Batteriespeichern in Europa an. Projekte dort, die ab 2026 oder später starten sollen, profitieren von starker Nachfrage nach Flexibilität, vielfältigen Einnahmequellen und förderlichen Regulierungen. Zudem entstehen viele neue Solarkraftwerke mit angebundenen Speichern, um negative Strompreise zu vermeiden und bessere Stromabnahmeverträge (PPAs) zu sichern. In der Regel wird die Speicherlösung dabei unter denselben Bedingungen wie das Solarkraftwerk mitfinanziert, wobei die Verschuldungsgrenzen an den PPA-Preis geknüpft sind.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Geringere Investitionskosten und neue Einnahmequellen aus dem Energiehandel machen Speicherprojekte attraktiver. Doch da Arbitragemöglichkeiten schrumpfen, könnten rein marktbasierte Projekte langfristig Schwierigkeiten bekommen.

Der Batteriespeichermarkt passt sich den strengeren Finanzierungsbedingungen an. Entwickler kombinieren Speicher mit Erneuerbaren Energien und sichern sich Tolling-Vereinbarungen, um Risiken zu minimieren. Zwar sinken die Kosten und die Handelsgewinne steigen, doch das reine Händlermodell verliert an Bedeutung.

Kreditgeber wie DAL setzen mittlerweile auf Projekte mit stabilen Einnahmen statt auf solche, die auf volatile Arbitrage setzen. Diese Entwicklung verändert grundlegend, wie großflächige Speicher gebaut werden – und wer sie bauen darf.

Quelle