Warum Apotheken mit unklaren Preisen wertvolle Einnahmen verschenken
Esther SchülerWarum Apotheken mit unklaren Preisen wertvolle Einnahmen verschenken
Apotheken stehen unter zunehmendem finanziellen Druck – viele kämpfen damit, die Preise für rezeptfreie Produkte effektiv festzusetzen. Wie Robert Fries, Geschäftsführer von Team Paracelsus, erklärt, kosten unklare Preissstrategien, die oft auf Gewohnheit oder Schätzungen beruhen, die Betriebe wertvolle Einnahmen.
Fries betont, dass Apotheken Preise häufig ohne klare Systematik anpassen. Statt sich auf historische Muster oder Bauchgefühl zu verlassen, plädiert er für einen strukturierteren Ansatz. Klare Arbeitsabläufe, effiziente Organisation und durchdachte Preispolitik könnten seiner Meinung nach „stille Verluste“ verhindern.
Digitale Tools für das Preismanagement könnten hier dringend benötigte Transparenz schaffen. Solche Systeme helfen dabei, umsatzstarke Produkte zu identifizieren und zu erkennen, wo die Margen schwinden. Fries hebt zudem die Bedeutung von sichtbarem Marketing hervor, um Kundenvertrauen aufzubauen und Preisentscheidungen zu rechtfertigen.
Anstatt auf externe Veränderungen zu warten – etwa eine erwartete Erhöhung der Abgabegebühren für verschreibungspflichtige Medikamente –, rät Fries den Apotheken, sich auf interne Optimierungen zu konzentrieren. Allein durch effizientere Prozesse bei rezeptfreien Artikeln ließen sich seiner Einschätzung nach spürbare Gewinne erzielen.
Die Branche steht vor anhaltenden finanziellen Herausforderungen, doch Fries ist überzeugt: Bessere Preisgestaltung und Arbeitsabläufe können den Druck mindern. Durch den Einsatz strukturierter digitaler Lösungen und proaktiven Marketings könnten Apotheken ihre Erträge stärken – ohne auf gesetzliche Änderungen angewiesen zu sein. Das Ziel: Steuerbare Faktoren in messbare finanzielle Erfolge umwandeln.






