28 April 2026, 16:29

Steuerreform: Südekum will Bürokratie für kleine Unternehmen abbauen und Reiche stärker belasten

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand umgeben ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für Reiche und große Unternehmen noch weiter."

Steuerreform: Südekum will Bürokratie für kleine Unternehmen abbauen und Reiche stärker belasten

Jens Südekum, der leitende Wirtschaftsberater von Finanzminister Lars Klingbeil, hat Vorschläge zur Reform des deutschen Einkommensteuersystems vorgelegt. Seine Ideen zielen darauf ab, die Bürokratie für kleine Unternehmen zu verringern, während gleichzeitig Besserverdiener stärker zur Finanzierung der Änderungen herangezogen werden sollen.

Südekum betonte, dass Einzelunternehmer und Personengesellschaften bereits heute die Möglichkeit hätten, sich im Rahmen des bestehenden "Optionsmodells" wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen. Um den Prozess zu vereinfachen, schlug er vor, diesen Übergang reibungsloser und zugänglicher zu gestalten.

Er machte deutlich, dass eine Senkung der Einkommensteuer für Geringverdiener die Staatseinnahmen mindern würde. Stattdessen schlug er vor, die Besteuerung von Spitzenverdienern und Vermögen zu erhöhen, um die Reform realistisch zu finanzieren. Südekum zufolge sei eine höhere Besteuerung wohlhabender Haushalte unerlässlich, damit die Reform vor allem Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen zugutekommt.

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Der Ökonom wies zudem die Behauptung zurück, Steuerausfälle ließen sich durch den Abbau von Subventionen oder Verwaltungskosten ausgleichen. Solche Maßnahmen würden seiner Ansicht nach nicht ausreichend Mittel generieren. Ebenso lehnte er Forderungen nach einem allgemeinen Sparkurs ab, da dieser die finanziellen Anforderungen der Reform nicht erfüllen könne.

Im Kern zielen Südekums Vorschläge darauf ab, den bürokratischen Aufwand für kleine Unternehmen zu reduzieren und die Reform durch höhere Abgaben für Spitzenverdiener zu finanzieren. Seine Empfehlungen sollen eine Balance zwischen sozialer Gerechtigkeit und haushaltspolitischer Verantwortung im Steuersystem herstellen.

Quelle