26 June 2026, 22:08

Schweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar löst Rassismus-Debatte aus

Bastian Schweinsteiger sagt, seine Aussagen über die Spielweise der Elfenbeinküste bei der WM seien nicht auf Personen gemünt

Schweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar löst Rassismus-Debatte aus

Die deutsche Mannschaft hat im jüngsten Gruppenspiel einen 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste errungen. Das Spiel fand vor dem Hintergrund einer Kontroverse statt, die durch Äußerungen des ehemaligen deutschen Mittelfeldspielers Bastian Schweinsteiger über den Spielstil der ivorischen Mannschaft ausgelöst worden war.

Der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, hatte sein Team zuvor zu einem historischen 2:0-Sieg gegen Curaçao geführt – ein Ergebnis, das ihnen erstmals die Qualifikation für die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft sicherte. Nach der Partie kritisierte Faé Schweinsteigers Bemerkungen als potenziell rassistisch.

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Schweinsteiger hatte den Fußball der Elfenbeinküste als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild, vielleicht auch nicht ganz so taktisch geprägt“ und unberechenbar beschrieben. Später präzisierte er, seine Worte hätten sich ausschließlich auf Fußballstrategie bezogen und seien nicht als Beleidigung gemeint gewesen.

Faé deutete an, Schweinsteigers Aussagen seien eher ungeschickt als bewusst rassistisch gewesen. Der schwarze Journalist Philipp Awounou schrieb im Spiegel, die Kommentare erinnerten an alte kolonialzeitliche Klischees, doch er glaube nicht, dass Schweinsteiger rassistische Ansichten vertrete. Auch ARD-Programmdirektor Axel Balkausky verteidigte Schweinsteiger und betonte, es habe sich um eine taktische Einschätzung gehandelt, nicht um einen persönlichen Angriff.

Jürgen Klopp wirkte auf Nachfrage zu dem Thema sichtlich unbehaglich. Er bezeichnete die Angelegenheit als ernst und heikel, ging jedoch nicht weiter darauf ein.

Die Debatte um Schweinsteigers Worte hält derweil an. Der Einzug der Elfenbeinküste in die K.-o.-Phase stellt für das Team einen bedeutenden Erfolg dar. Gleichzeitig zeigt die Diskussion, wie sensibel der Umgang mit Sprache im Fußballkommentar nach wie vor ist.

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