30 March 2026, 18:14

Rekord-Beschlagnahmung von Aceton stoppt MDMA-Produktion im Großformat

Eine Sammlung verschiedener Medikamente, die auf dem Boden verstreut sind.

Rekord-Beschlagnahmung von Aceton stoppt MDMA-Produktion im Großformat

Deutsche Behörden haben bedeutende Fortschritte bei der Bekämpfung der illegalen Drogenproduktion erzielt – dank besserer Abstimmung und Überwachung. Eine kürzliche Beschlagnahmung von Aceton, einem zentralen Grundstoff für die MDMA-Herstellung, unterstrich den Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen von Zoll und Polizei. Bei der Aktion handelte es sich um eine der größten ihrer Art im Land, durch die die Produktion mehrerer Tonnen der Droge verhindert wurde.

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Die Gemeinsame Stelle für Grundstoffüberwachung (GÜS) wurde am 4. April 1995 auf Basis des Grundstoffüberwachungsgesetzes eingerichtet. Ihre Aufgabe besteht darin, legal hergestellte Chemikalien zu überwachen, die für die illegale Drogenproduktion abgezweigt werden könnten. Diese als Grundstoffe bekannten Substanzen werden oft unter falschen Deklarationen aus dem Ausland eingeführt, ohne dass ein legaler Verwendungszweck erkennbar ist.

Die GÜS fungiert als zentrale Schnittstelle, die Polizei und Zollbehörden vernetzt und zugleich als Ansprechpartner für inländische wie internationale Stellen dient. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und der Zentralen Zollverwaltung (ZKA) hat sich über drei Jahrzehnte hinweg verstärkt und bildet heute eine entscheidende Abwehrfront gegen drogenbezogene Kriminalität.

Alleine im Jahr 2023 beschlagnahmten deutsche Behörden fast 2.000 Kilogramm Amphetamin, über 1,1 Millionen Ecstasy-Tabletten und mehr als 450 Kilogramm Methamphetamin. Auch die Kokain-Beschlagnahmungen stiegen stark an und verdoppelten sich im Vergleich zu 2022 nahezu. Daten aus den BKA-Berichten (2021–2025) zeigen, dass die meisten sichergestellten Vorläuferstoffe aus zwölf Ländern stammten, darunter China, die Niederlande, Belgien und Indien.

Die jüngst abgefangene Aceton-Lieferung aus den Niederlanden markierte einen wichtigen Durchbruch. Sie demonstrierte, wie die enge Zusammenarbeit der Behörden große Drogenproduktionsnetzwerke zerschlagen kann.

Die GÜS bleibt ein unverzichtbarer Akteur bei der Verhinderung des Missbrauchs von Chemikalien für die illegale Drogenherstellung. Angesichts steigender Beschlagnahmungen von Kokain, Amphetaminen und anderen Substanzen beweist das System weiterhin seine Wirksamkeit. Die Behörden werden auch in den kommenden Jahren auf diesen abgestimmten Ansatz setzen, um die Drogenkriminalität einzudämmen.

Quelle