Langen in Hessen knackt nach 60 Jahren die Bevölkerungsprognose von 1963
Carmine WeißLangen in Hessen knackt nach 60 Jahren die Bevölkerungsprognose von 1963
Langen in Hessen erreicht Bevölkerungsmeilenstein – 60 Jahre nach der Prognose
Langen in Hessen hat eine Bevölkerungsmarke erreicht, die bereits vor über 60 Jahren vorhergesagt wurde. Zum Jahreswechsel 2023/2024 lebten 40.351 Menschen mit Hauptwohnsitz in der Stadt – ein Anstieg von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum spiegelt einen jahrzehntelangen Wandel wider: Aus einer kleinen Agrargemeinde ist ein lebendiges Dienstleistungs- und Logistikzentrum geworden.
Seit dem Jahr 2000 ist die Einwohnerzahl kontinuierlich gestiegen – um 4.697 Personen, was einem Plus von 13,2 Prozent entspricht. Besonders stark wuchs im vergangenen Jahr der nördliche Stadtteil mit einem Zuzug von 5,5 Prozent. Neben den 40.351 Hauptwohnsitzen unterhalten weitere 411 Menschen einen Zweitwohnsitz in Langen.
Die Bevölkerung ist vielfältig: Menschen aus 125 verschiedenen Ländern leben hier. Allerdings sinkt die Zahl der unter Sechsjährigen bereits im zweiten Jahr in Folge. Das Durchschnittsalter liegt bei 43,5 Jahren, wobei Frauen mit 20.484 leicht in der Überzahl sind (Männer: 19.867).
Vom Bauerndorf zur boomenden Stadt Langens Wachstum geht mit einem wirtschaftlichen Strukturwandel einher, der in den 1960er-Jahren begann. War die Stadt einst eine ländliche Gemeinde mit etwa 12.000 Einwohnern, hat sie sich bis 2025 zu einem modernen Zentrum mit über 38.000 Bewohnern entwickelt. Neue Autobahnen wie die A5 und A6, der Regionalflughafen (EDFL) sowie Gewerbegebiete trieben diese Entwicklung voran. Doch der rasante Aufschwung bringt auch Herausforderungen mit sich: Staus auf Bundesstraßen, explodierende Wohnkosten (durchschnittlich 4.500 Euro pro Quadratmeter) und Engpässe in Schulen und Kindergärten.
Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass Langen das Bevölkerungsziel aus einem Bebauungsplan von 1963 erreicht hat. Angesichts einer überlasteten Infrastruktur steht die Stadt nun vor der Aufgabe, weiteres Wachstum mit lebenswerten Bedingungen in Einklang zu bringen. Gleichzeitig zeigen die Daten: Die Bevölkerung altert, und die Zahl der kleinen Kinder geht zurück.






