Offenbach verdoppelt Notfalltransport-Gebühren wegen steigender Nachfrage und Kosten
Carmine WeißOffenbach verdoppelt Notfalltransport-Gebühren wegen steigender Nachfrage und Kosten
Offenbach erhöht Gebühren für Notfalltransporte – Reaktion auf steigende Nachfrage und Kosten
Die Stadt Offenbach passt ihre Gebühren für Notfalltransporte an, um die wachsende Nachfrage und höhere Betriebskosten zu bewältigen. Der Rettungsdienst des Stadt verzeichnet jährlich tausende Einsätze, wobei die Zahlen seit 2018 kontinuierlich steigen. Eine endgültige Entscheidung über die neuen Entgelte soll in Kürze der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden.
Offenbach unterhält ein rund um die Uhr verfügbares Notfallsystem mit Rettungswagen, Notfallsanitätern und Ärzten. Bürger können unter der Notrufnummer 112 medizinische Hilfe oder die Feuerwehr anfordern und erhalten so schnellstmöglich Unterstützung. Eine zentrale Leitstelle, betrieben von der Feuerwehr, koordiniert alle Einsätze und alarmiert bei Bedarf auch Löschteams.
In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Notrufe deutlich erhöht. Während die Rettungskräfte 2018 noch zu 23.309 Einsätzen ausrückten, waren es 2022 bereits 29.365. Die Stadt führt diesen Anstieg auf das Bevölkerungswachstum und die gestiegene Inanspruchnahme der Dienste zurück.
Um die steigenden Kosten zu decken, soll die Gebühr pro Notfalltransport von 61,50 Euro auf 126,50 Euro verdoppelt werden. Die Kosten übernehmen wie bisher die Krankenkassen. Die Stadt finanziert weiterhin 20 Prozent des Personals in der Leitstelle, während das Land Hessen einen kleinen jährlichen Zuschuss leistet – aktuell 0,35 Euro pro Einwohner –, um die Ausgaben zu mindern.
Insgesamt gibt Offenbach jährlich rund 2,6 Millionen Euro für die Organisation des Rettungsdienstes aus. Die geplante Anpassung der Gebührenverordnung zielt darauf ab, das Haushaltsdefizit auszugleichen, ohne die Qualität der Leistungen zu beeinträchtigen.
Die Stadtverordnetenversammlung wird in Kürze über die Erhöhung abstimmen. Bei einer Zustimmung tritt die neue Gebühr für alle berechtigten Transporte in Kraft. Die Maßnahme soll die flächendeckende Notfallversorgung rund um die Uhr sichern und gleichzeitig den finanziellen Druck durch mehr Einsätze und höhere Betriebskosten abfedern.






