27 March 2026, 16:11

Neue IHK-Präsidentin in Offenbach will Fachkräftemangel mit innovativen Lösungen bekämpfen

Balkendiagramm, das die Anzahl der im Jahr 2012 gewählten Räte zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Neue IHK-Präsidentin in Offenbach will Fachkräftemangel mit innovativen Lösungen bekämpfen

Kirsten Schoder-Steinmüller ist zur Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main gewählt worden. Als einzige Kandidatin für das Amt sicherte sie sich die Position auf der IHK-Vollversammlung am 16. April 2024. Ihre Amtszeit läuft bis 2029; in dieser Zeit will sie sich vorrangig den zentralen wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen der Region widmen.

Dem neuen Vorstand gehören zudem vier wiedergewählte Mitglieder an – Robert Glaab, Michael Grunwald, Alexander Heberer und Violetta Reimelt – sowie mit Stephan Schader ein neues Gesicht.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die IHK Offenbach insbesondere auf die Bekämpfung des Fachkräftemangels konzentriert. Mit Initiativen wie dem Projekt Fachkräfteoffensive Hessen wurden Ausbildungsplätze vermittelt und die duale Berufsausbildung gefördert. 2022 ging das Karriereportal Offenbach online, um Arbeitssuchende und Arbeitgeber zusammenzubringen. Zwischen 2023 und 2024 organisierte die Kammer über 50 Berufsorientierungsmessen, die mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Offenbach und der Umgebung anzogen.

Durch Kooperationen mit lokalen Unternehmen wurden zudem Ausbildungsangebote in den Bereichen Digitalkompetenzen und Gesundheitswesen ausgeweitet, wodurch rund 2.500 qualifizierte Fachkräfte in den regionalen Arbeitsmarkt integriert werden konnten.

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Schoder-Steinmüller will diese Ansätze nun weiter ausbauen. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Stärkung der beruflichen Ausbildung sowie die Erschließung bisher ungenutzter inländischer Potenziale – etwa durch eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen oder die freiwillige Rückkehr von Rentnerinnen und Rentnern in den Arbeitsmarkt. Zudem setzt sie sich für eine bessere Mobilität und Infrastruktur im Rhein-Main-Gebiet ein und gestaltet Projekte wie den Offenbacher Masterplan oder die Initiative Standort Plus mit.

Aktuell entsteht mit dem Netzwerk Business Women IHK OF ein neues Angebot zur Förderung von Berufstätigen. Darüber hinaus plant sie, die IHK als zentrale Plattform für wirtschaftspolitische Diskurse zu etablieren und Unternehmen zusätzliche Vernetzungsmöglichkeiten zu bieten.

Der neu gewählte Vorstand wird sich auf nachhaltige Lösungen für den Fachkräftemangel und das Wirtschaftswachstum in Offenbach konzentrieren. Schoder-Steinmüllers Agenda umfasst den Ausbau von Ausbildungsprogrammen, die Verbesserung der regionalen Infrastruktur sowie die Gründung neuer Wirtschaftsnetzwerke. Angesichts der bisherigen Erfolge der Kammer ist zu erwarten, dass die Vermittlung von Arbeitskräften an Unternehmen und die Unterstützung lokaler Branchen weiter vorangetrieben werden.

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