Neue Fahrradroute in Neu-Isenburg: Bürgerfeedback für geplante Strecke gesucht
Esther SchülerNeue Fahrradroute in Neu-Isenburg: Bürgerfeedback für geplante Strecke gesucht
In Neu-Isenburg sind Pläne für eine neue Fahrradroute der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die vorgeschlagene Strecke soll den Hauptbahnhof mit Birkengewann verbinden und dabei zentrale Punkte wie das Rathaus, Schulen und die historische Altstadt durchqueren. Nun sind Anwohner:innen und lokale Gruppen aufgerufen, ihr Feedback zu den ersten Entwürfen zu geben.
Ziel des Projekts ist es, ein sicheres und besser vernetztes Radwegenetz zu schaffen. Gleichzeitig knüpft die Route an überregionale Verbindungen an, darunter die Radschnellverbindung Frankfurt–Darmstadt sowie eine geplante Strecke entlang der L3313.
Die ersten Entwurfsskizzen wurden mithilfe von Luftaufnahmen, Querschnitten und Visualisierungen präsentiert. Diese veranschaulichten, wie Straßen umgestaltet werden könnten, um den Radverkehr und die lokale Mobilität zu priorisieren. Vorgesehen sind unter anderem Fahrradstraßen und geschützte Radspuren, um Sicherheit und Vernetzung zu verbessern.
Geführte Begehungen entlang der geplanten Route gaben Teilnehmenden die Möglichkeit, auf lokale Problemstellen und Herausforderungen hinzuweisen. Ihre Hinweise werden dokumentiert und in die Überarbeitung der Pläne einfließen, bevor diese den politischen Gremien zur Prüfung vorgelegt werden. Zudem zieht die Stadt Lehren aus dem Pilotprojekt der Nord-Süd-Radroute, um die nächsten Schritte zu gestalten.
Nicht alle Aspekte des Plans sind jedoch bereits finalisiert. So liegt noch keine detaillierte Trassenführung für die Radverbindung zwischen Hauptbahnhof und Birkengewann vor. Die FDP hat Bedenken geäußert und argumentiert, dass eine Verlängerung der Route bis Birkengewann die Stadt spalten, Verkehrsprobleme verursachen und die kommunalen Finanzen belasten könnte. Zudem wurde kritisiert, dass bisher keine Testabschnitte erprobt wurden.
Das Projektteam betonte, dass alle Eingaben von Bürger:innen und Interessensgruppen erfasst und berücksichtigt werden. Die finalen Vorschläge sollen anschließend lokalen Politiker:innen zur weiteren Diskussion vorgelegt werden.
Die öffentliche Konsultationsphase läuft derzeit, wobei Feedback gesammelt wird, um die Entwürfe anzupassen. Sobald die Pläne finalisiert sind, werden sie von den politischen Gremien geprüft, bevor Entscheidungen getroffen werden.
Bei einer Genehmigung würde die Route wichtige innerstädtische Ziele verbinden und an übergeordnete Radnetze anschließen. Das Vorhaben zielt darauf ab, eine sicherere und effizientere Verbindung für Radfahrer:innen in ganz Neu-Isenburg zu schaffen.






