17 April 2026, 10:11

Medienstreit eskaliert: Ulmen-Anwalt wirft NDR und ARD Einseitigkeit vor

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit "Diskussion" in Schwarzschrift, Headline "Semanario Republicano Democratico Federal", leicht zerknittert von häufigem Handling.

Medienstreit eskaliert: Ulmen-Anwalt wirft NDR und ARD Einseitigkeit vor

Der Rechtsstreit zwischen der Schauspielerin Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann, Christian Ulmen, hat sich weiter zugespitzt. Der Medienanwalt Christian Schertz wirft den öffentlich-rechtlichen Sendern NDR und der ARD-Talkshow Caren Miosga vor, in dem Fall einseitig berichtet zu haben. Die Redaktion weist die Vorwürfe zurück und betont, es handele sich um eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse.

Ausgelöst wurde die Kontroverse durch einen Spiegel-Bericht, in dem Vorwürfe gegen Ulmen erhoben wurden, darunter Behauptungen über Deepfake-Videos. Schertz, der Ulmen vertritt, wies die Anschuldigungen entschieden zurück. Zudem bestreitet er die Darstellung des Magazins zu einem Vorfall auf Mallorca als unvollständig und verweist auf Polizeiberichte, die Fehlverhalten auf beiden Seiten dokumentieren.

Kritik übte Schertz auch an der Caren Miosga-Sendung, die eine Folge mit Fernandes und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig plante – ohne Ulmens Perspektive einzubeziehen. Obwohl er sich zur Teilnahme bereit erklärte, wurde er abgelehnt. Schertz hält eine einseitige Darstellung in einem laufenden Rechtsverfahren für rechtlich bedenklich und unfair.

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Unterdessen prüfen die Staatsanwälte in Itzehoe weiterhin die Vorwürfe von Fernandes gegen Ulmen. Schertz kündigte an, rechtliche Schritte gegen den Spiegel wegen dessen ursprünglicher Berichterstattung einzuleiten. Das Caren Miosga-Team betont, seine Berichterstattung sei ausgewogen und behandle ein wichtiges gesellschaftliches Thema.

Der Streit hat mittlerweile mehrere Medienhäuser erfasst: Während Schertz Klagen vorbereitet, hält die Caren Miosga-Redaktion an ihren redaktionellen Entscheidungen fest. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen weiter, und die öffentliche Debatte über die Fairness der Medienberichterstattung in Rechtsfällen nimmt an Fahrt auf. Die geplante Caren Miosga-Folge soll wie angekündigt – ohne Ulmens Vertretung – ausgestrahlt werden.

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