Massive Proteste in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy
Esther SchülerMassive Proteste in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag in Halle, um die Schließung der Gladiator Fight Academy zu fordern – ein Fitnessstudio, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Einrichtung, die verdächtigt wird, als Rekrutierungs- und Vernetzungsort für die rechtsextreme Szene zu dienen.
Die Protestaktion fand vor Halles Hauptbahnhof statt, wo die Menge Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ skandierte. Die Organisatoren wiesen auf die mutmaßlichen Verbindungen des Studios zu extremistischen Persönlichkeiten hin, darunter Christopher Henze, der angeblich mit der rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig in Verbindung steht.
Die Betreiber des Studios veranstalteten kürzlich in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series. Die in einem kommunalen Kulturzentrum abgehaltene Veranstaltung zog ein rechtsextremes Publikum an. Unter den Gästen befand sich auch Paul Backmund, Kandidat der AfD für die anstehende Landtagswahl.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Kernteam des Studios, zu dem Theo Weiland zählt – ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Eine weitere Schlüsselfigur ist Hans Krüger, der als Nachwuchstrainer im Studio arbeitet und gleichzeitig Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene von Energie Cottbus unterhält.
Die Demonstration spiegelt wachsende Besorgnis über die Aktivitäten des Studios und seine angebliche Rolle bei der Organisation rechtsextremer Strukturen wider. Die Protestierenden fordern umgehende Maßnahmen zur Schließung der Einrichtung und verweisen darauf, dass dort öffentliche Räume für Veranstaltungen mit Bezügen zu extremistischen Netzwerken genutzt werden.






