Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne am 23. März
Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf einen Protesttag am 23. März vor. An diesem Tag werden sie ihre Apotheken schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Die Aktion ist das Ergebnis jahrelanger Lohnstagnation, während andere Beschäftigte im Gesundheitswesen Gehaltserhöhungen erhielten.
Angeführt werden die Proteste von Persönlichkeiten wie Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen. Er setzt sich seit Langem für die Schließung der Gehaltslücke zwischen Apothekenmitarbeitern und anderen Angestellten der gesetzlichen Krankenversicherung ein. So erhielten etwa die Beschäftigten der AOK im Februar 2025 eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent – doch Apothekenhelfer und -techniker verdienen nach wie vor weniger als selbst AOK-Hausmeister.
Fehske hatte beim GKV-Spitzenverband um die Erlaubnis gebeten, ein Foto von Stefanie Stoff-Ahnis auf Protestplakaten verwenden zu dürfen. Der Antrag wurde abgelehnt, und seine Fragen zu den finanziellen Auswirkungen von Lohnerhöhungen blieben unbeantwortet. Er hatte nachgefragt, wie sich eine 7-prozentige Gehaltserhöhung für AOK-Mitarbeiter – die jährlich rund eine Viertelmilliarde Euro kosten würde – ausgleichen ließe.
Die letzte Vergütungsreform für Apotheken liegt bereits lange zurück – noch vor der jüngsten AOK-Erhöhung. Nun drängen die Apotheker auf Veränderungen und richten ihre Forderungen direkt an die Krankenkassen sowie die jährlichen Tarifverhandlungen, statt an politische Parteien oder Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU).
Die bundesweiten Schließungen und Demonstrationen am 23. März sollen die wachsende Verärgerung in der Branche deutlich machen. Angesichts ausbleibender Reformen und offener Fragen zur Finanzierung zielen die Proteste darauf ab, die Versicherer unter Druck zu setzen, die Lohnungleichheiten zu beseitigen. Das Ergebnis könnte die künftigen Gehaltsverhandlungen für Apothekenmitarbeiter prägen.






