Langen verzeichnet 2023 historischen Geburtenrückgang auf Rekordtief
Langen verzeichnete 2023 einen deutlichen Geburtenrückgang – die Zahlen sanken auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Wie das Standesamt der Stadt mitteilte, wurden im vergangenen Jahr nur noch 754 Kinder geboren, 161 weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig erholten sich die Zahlen bei Eheschließungen fast auf das Niveau vor der Pandemie, und eine neue Trauungslocation öffnete erstmals ihre Türen.
Die Geburtenrate in Langen erreichte damit einen Tiefstand, wie er zuletzt 2012 verzeichnet wurde, als 748 Babys zur Welt kamen. Von den 754 Neugeborenen des Jahres 2023 waren 381 Jungen und 373 Mädchen. Die beliebtesten Vornamen, die Eltern wählten, waren Lina für Mädchen und Noah für Jungen.
Nur noch 197 dieser Kinder leben heute in Langen – ein spürbarer Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren. Die Mehrheit der Geburten (591) entfiel auf verheiratete Mütter, während 163 Kinder von unverheirateten Eltern stammen.
Auch die Sterbefälle stiegen: 2023 verzeichnete die Stadt 920 Todesfälle – deutlich mehr als vor der Pandemie. Positiv zu vermerken ist hingegen, dass die Zahl der Eheschließungen wieder das gewohnte Niveau erreichte: 154 Paare gaben sich das Jawort. Fünf dieser Trauungen fanden in der neu eingerichteten Hochzeitslocation, dem Museum Glas/Werke Langen, statt.
Das Standesamt bearbeitete im vergangenen Jahr zudem 300 Einbürgerungsanträge. Bis Ende 2023 hatten 137 Menschen ihre deutschen Staatsbürgerschaftsurkunden erhalten.
Der Rückgang der Geburten bei gleichzeitig steigenden Sterbefällen deutet auf einen demografischen Wandel in Langen hin. Da immer weniger Neugeborene in der Stadt bleiben, könnte sich die Bevölkerungsstruktur in den kommenden Jahren weiter verändern. Aktualisierte Daten zur Altersverteilung liegen jedoch noch nicht über den Stand von 2021 hinaus vor.






