23 March 2026, 18:12

Lamin Leroy Gibba gewinnt Bayerischen Fernsehpreis für Black Fruits

Zeitung mit der Schlagzeile "Deutschlands neue Jungs demütigen die Schweizer" und einem Foto von grinsenden Männern in weißen Uniformen.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibba gewinnt Bayerischen Fernsehpreis für Black Fruits

Lamin Leroy Gibba hat den Bayerischen Fernsehpreis für seine bahnbrechende Serie Black Fruits gewonnen. Die von ihm kreierte, geschriebene und mitgespielte Produktion wurde zudem für den renommierten Grimme-Preis nominiert. Im Mittelpunkt von Gibbas Werk steht Lalo, ein junger, schwarzer, schwuler Mann, der sich in Hamburg mit den harten Realitäten des Lebens auseinandersetzt.

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Gibba, 1994 in Münster geboren, wuchs in Hamburg auf, wo sich früh seine Leidenschaft für Geschichten und Theater zeigte. Nach fünf Jahren in den USA zog er nach Berlin, um Black Fruits zu entwickeln – ein Projekt, das ihm besonders am Herzen lag. Die Serie begleitet Lalo, einen Schulabbrecher, der im Alltag mit Rassismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert wird.

An der New School der New York University studierte Gibba Schauspiel, Regie und Drehbuch – sogar mit einem Stipendium. Dort lernte er einflussreiche Persönlichkeiten aus Hollywood kennen, entschied sich aber, nach Deutschland zurückzukehren, um diese tief persönliche Geschichte zu erzählen. Viele in der Branche zweifelten zunächst am Erfolg der Serie wegen des ungewöhnlichen Ensembles und der mutigen Perspektive.

Um die Authentizität der Erzählung zu wahren, setzte Gibba auf einen "Insider"-Ansatz: Hinter der Kamera arbeitete vor allem queeres Personal und People of Color, um sicherzustellen, dass die Serie gelebte Erfahrungen widerspiegelt – und keine externen Deutungen.

Der Bayerische Fernsehpreis und die Nominierung für den Grimme-Preis unterstreichen, dass Black Fruits ein herausragendes Projekt im deutschen Fernsehen ist. Bisher wurden keine weiteren Auszeichnungen für die Serie oder Gibba bekannt gegeben. Der Erfolg der Produktion zeigt das wachsende Bedürfnis nach vielfältigem, ungeschöntem Storytelling in den Mainstream-Medien.

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