17 March 2026, 04:09

Jugendforum in Rüsselsheim: Wie junge Menschen ihre Stadt verändern wollen

Großes Gebäude mit Metallzaun, Rasenfläche, Weg, Bäumen, Pfählen, Bannern, einem geparkten Fahrrad, nahen Häusern und einem bewölkten Himmel, identifiziert als der neue Spielplatz der Schule.

Jugendforum in Rüsselsheim: Wie junge Menschen ihre Stadt verändern wollen

Jugendliche in Rüsselsheim haben eine Vielzahl von Ideen vorgebracht, um ihre Stadt zu verbessern. Beim jüngsten Jugendforum präsentierten Schülerinnen, Schüler und Anwohnerinnen Vorschläge – von Schulmodernisierungen bis hin zur Gestaltung öffentlicher Räume. Bürgermeister Dennis Grieser hatte sie eingeladen, ihre Visionen zu äußern – und viele nutzten die Gelegenheit, um sich für Veränderungen einzusetzen.

Das Forum brachte Jugendliche aus mehreren Schulen zusammen, die jeweils unterschiedliche Anliegen vorbrachten. Eine Gruppe der Goethe-Schule wies auf das Müllproblem auf dem Schulgelände hin, während der Schülerrat der Immanuel-Kant-Schule Wasser-Spender in den Toilettenräumen forderte. Dounia Zouhri, die ehemalige Stadtschülersprecherin, setzte sich zudem für die Ausweitung kostenloser Spender für Periodenprodukte in Schulen sowie eine bessere digitale Infrastruktur ein.

Andere Vorschläge konzentrierten sich auf öffentliche Einrichtungen. Alina und Anastasia regten an, in der Innenstadt Ladestationen für Handys einzurichten, und Hala Nasri sprach sich für begrünte Dächer auf neuen Schulgebäuden aus. Gleichzeitig wünschten sich junge Anwohner aus dem Berliner Viertel mehr Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum sowie Aufwertungen der Freizeitflächen.

Bürgermeister Grieser kündigte an, dass in allen Schulmensen bald Wasserspender verfügbar sein würden. Zudem gebe es eine interne Arbeitsgruppe, die sich mit den Problemen von Vermüllung und Vandalismus auf Schulgeländen befasse. Die Stadt werde nun prüfen, welche der Vorschläge umsetzbar seien – erste Ergebnisse sollen beim Jugendforum 2025 vorgestellt werden.

Einige Ideen aus früheren Foren sind bereits Realität geworden: So entstanden etwa eine Dirt- und BMX-Strecke, Mädchen-Schwimmfeste und ein neues Jugendzentrum – alles Ergebnisse früherer Diskussionen.

Die Vorschläge des Jugendforums gehen nun an den Stadtrat und die Verwaltung zur Prüfung. Bei einer Zustimmung könnten sie Schulen, öffentliche Räume und digitale Angebote in Rüsselsheim nachhaltig verändern. Beim nächsten Forum 2025 wird dann Bilanz gezogen, welche Projekte vorangekommen sind.

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