Insolvenzwelle 2026: Warum immer mehr deutsche Firmen und Privatpersonen pleitegehen
Carmine WeißInsolvenzwelle 2026: Warum immer mehr deutsche Firmen und Privatpersonen pleitegehen
Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen in Deutschland steigen 2026 stark an
Zu Beginn des Jahres 2026 haben die Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen in Deutschland deutlich zugenommen. Wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mitteilt, zeigt der Aufwärtstrend keine Anzeichen einer Verlangsamung. Zahlreiche Branchen sind unter Druck geraten, einige verzeichnen sogar Rekordwerte bei finanziellen Zusammenbrüchen.
Im ersten Quartal 2026 stiegen die Unternehmenspleiten im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 um 6,5 Prozent. Bis März verschärfte sich die Lage weiter: Hier lag der Anstieg gegenüber dem Vorjahr bei 15,8 Prozent. Auch bei Privatpersonen nahm die Zahl der Insolvenzen zu – um 6 Prozent im Quartal und sogar um 18,9 Prozent allein im März.
Am stärksten betroffen war der Verkehrs- und Lagersektor mit 32,1 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen. Es folgten die Gastronomie und das Baugewerbe als nächstschwerer getroffene Branchen. Trotz dieser Entwicklung gingen die Forderungen der Gläubiger deutlich zurück: von 19,9 Milliarden Euro Anfang 2023 auf 9,3 Milliarden Euro zu Beginn dieses Jahres.
Patrik-Ludwig Hantzsch, Chefvolkswirt bei Creditreform, wies darauf hin, dass selbst gut aufgestellte Industrieunternehmen zunehmend vom Markt verdrängt werden. Die Auskunftei warnt, dass der Anstieg der Insolvenzen voraussichtlich das gesamte Jahr über anhalten wird.
Die Zahlen verdeutlichen die wachsende finanzielle Belastung für Unternehmen und Haushalte. Während Gläubiger immer weniger ihrer Forderungen zurückerhalten, steigen die Insolvenzraten in Schlüsselbranchen weiter an. Creditreform prognostiziert, dass sich dieser Trend bis zum Ende des Jahres 2026 fortsetzen wird.






