Ines Claus will als CDU-Stellvertreterin die Frauenquote ohne Quoten stärken
Carmine WeißInes Claus wird stellvertretende Vorsitzende der CDU unter Merz - Ines Claus will als CDU-Stellvertreterin die Frauenquote ohne Quoten stärken
Ines Claus, Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Hessen, kandidiert für einen der sechs Stellvertreterposten unter dem Bundesvorsitzenden Friedrich Merz. Die Wahl findet auf dem Bundesparteitag der CDU in Stuttgart am 20. und 21. Februar statt. Claus ist derzeit die einzige Hessin im engsten Bundesvorstand der Partei.
Claus argumentiert, dass eine höhere Frauenquote im Parlament die Wahlergebnisse und politischen Entscheidungen der CDU stärken könnte. Quotenregelungen für Kandidat:innenlisten lehnt sie jedoch ab und bezeichnet sie als unwirksam. Stattdessen setzt sie auf starke Direktkandidatinnen in den Wahlkreisen, um mehr Frauen in den Bundestag zu bringen.
Die CDU führte 1996 eine Frauenquote ein, um die Repräsentation von Politikerinnen zu verbessern – was etwa Julia Klöckner half, vordere Listenplätze zu erreichen. Zudem setzte sich die Partei für eine 30-Prozent-Frauenquote in den Aufsichtsräten öffentlicher Unternehmen bis 2020 ein. Dennoch lag der Frauenanteil in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach der Wahl 2021 bei nur 23,9 Prozent – 46 von rund 192 Abgeordneten.
Um es Müttern zu erleichtern, sich in der Partei zu engagieren, spricht sich Claus für digitale Übertragungen von Abendveranstaltungen aus. Dies könnte ihrer Meinung nach Hürden für Frauen abbauen, die Familie und politisches Engagement vereinen müssen.
Offiziell wird Claus am ersten Tag des CDU-Parteitags in Stuttgart antreten. Ihr Wahlkampf konzentriert sich auf praktische Lösungen statt auf Quoten, um die Vertretung von Frauen zu erhöhen. Das Ergebnis wird zeigen, ob sie in die engere Parteiführung aufsteigt.
Ines Claus gewählt als erste hessische stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende
Claus sicherte sich den stellvertretenden Bundesvorsitz der CDU auf dem Parteitag in Stuttgart am 20.-21. Februar 2026 und wurde damit erstmals eine Hessin in dieser Position. Dies markiert einen wichtigen Meilenstein in ihrem Kampf für mehr Frauenrepräsentation ohne Quoten. Das Ergebnis bestätigt ihren Aufstieg in die nationale Führung, nachdem sie sich für praktische Lösungen statt gesetzliche Vorgaben eingesetzt hatte.






