Hochschulausgaben steigen 2024 auf Rekordniveau von 79,2 Milliarden Euro
Hilma PergandeHochschulausgaben steigen 2024 auf Rekordniveau von 79,2 Milliarden Euro
Deutsche Hochschulen gaben 2024 insgesamt 79,2 Milliarden Euro aus – ein Anstieg um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Steigerung spiegelt höhere Kosten in Lehre, Forschung und Verwaltung wider, wobei die Personalausgaben den größten Anteil am Budget ausmachten.
Die Gesamteinnahmen der Hochschulen erreichten 43,5 Milliarden Euro, was einem Plus von 5 Prozent gegenüber 2023 entspricht. Trotz dieses Wachstums stiegen die Ausgaben jedoch stärker als die Einnahmen: Die Betriebskosten kletterten um 6 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro.
Besonders stark stieg der Etat der medizinischen Fakultäten, deren Ausgaben mit 39,2 Milliarden Euro ein Plus von 7 Prozent verzeichneten. Auch die nicht-medizinischen Fachbereiche gaben mehr aus und erreichten 28,5 Milliarden Euro – ein Anstieg um 4 Prozent. Die Fachhochschulen verzeichneten einen geringeren Zuwachs: Ihr Budget von 10,3 Milliarden Euro wuchs um nur 2,8 Prozent.
Den größten Posten bildeten die Personalkosten, die 56 Prozent der Gesamtausgaben ausmachten. Die für Gehälter und Löhne vorgesehenen 44,6 Milliarden Euro stiegen um 6 Prozent, wobei keine detaillierte Aufschlüsselung nach Lehr-, Forschungs- oder Verwaltungspersonal vorlag. Die Investitionsausgaben hingegen wuchsen nur moderat um 0,7 Prozent und beliefen sich auf insgesamt 6,8 Milliarden Euro.
Die Zahlen für 2024 zeigen einen klaren Trend steigender Kosten im deutschen Hochschulwesen. Da die Personalausgaben einen Großteil des Anstiegs ausmachen, stehen die Hochschulen trotz höherer Einnahmen unter wachsendem finanziellen Druck. Das geringe Investitionswachstum deutet darauf hin, dass der Fokus eher auf der Aufrechterhaltung des Betriebs als auf Expansion liegt.






