25 April 2026, 00:14

Hitlers Paradewagen: Warum ein Mercedes 770 für sieben Millionen Dollar keinen Käufer fand

Vintage-Mercedes-Benz-Plakat aus den 1920er Jahren mit einem klassischen Auto vor einem modernen Glasgebäude mit zwei Personen im Auto und fetter schwarzer Schrift, die unten 'Mercedes-Benz' lautet.

Hitlers Paradewagen: Warum ein Mercedes 770 für sieben Millionen Dollar keinen Käufer fand

Ein seltener Mercedes-Benz 770 (W 150), der einst von Adolf Hitler für offizielle Paraden genutzt wurde, kam kürzlich unter den Hammer. Das historische Fahrzeug, auch als "Großer Mercedes" bekannt, erzielte bei der Auktion ein Höchstgebot von sieben Millionen Dollar – doch der Verkäufer lehnte das Angebot ab. Das Modell, das Ende der 1930er-Jahre gebaut wurde, beförderte einige der mächtigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, darunter Diktatoren und Königshäuser.

Der Wagen gehörte zwischen 1939 und 1943 zu Hitlers bevorzugten Paradenfahrzeugen. 1940 fuhr er damit gemeinsam mit Benito Mussolini durch München, bevor er das Auto für eine Siegparade in Berlin nutzte. Häufig diente es auch zur Beförderung ausländischer Würdenträger und unterstrich so seinen prestigeträchtigen Charakter.

Nach Hitlers genauen Vorgaben modifiziert, verfügte das Fahrzeug über eine verstärkte Windschutzscheibe und gepanzerte Seitenverkleidungen. Unter der Haube arbeitete ein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor mit acht Zylindern, der 230 PS leistete – eine Kombination aus Kraft und imposanter Erscheinung. Damals kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), während die Siebensitzer-Variante auf 47.500 Reichsmark (rund 196.000 Euro) kam.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten den Wagen und brachten ihn in die USA, wo er fast im Originalzustand erhalten blieb. Neben Hitler nutzten auch andere prominente Persönlichkeiten den Mercedes-Benz 770, darunter Japans Kaiser Hirohito, Norwegens König, Portugals Diktator Salazar, Spaniens Franco und sogar der Papst.

Experten hielten das Gebot von sieben Millionen Dollar bei der Auktion für angemessen; Schätzungen gingen von einem möglichen Wert zwischen sieben und neun Millionen Dollar aus. Trotz des attraktiven Angebots entschied sich der Verkäufer gegen einen Verkauf.

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Die Versteigerung unterstrich die historische Bedeutung und Seltenheit des Fahrzeugs. Obwohl das Sieben-Millionen-Angebot abgelehnt wurde, bleibt der Wagen ein greifbares Relikt einer dunklen Epoche des 20. Jahrhunderts. Seine lückenlos dokumentierte Vergangenheit und die akribische Instandhaltung sorgen dafür, dass er weiterhin Sammler und Historiker gleichermaßen faszinieren wird.

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