Heidebad in Halle bleibt für alle offen – Sprachtest-Pläne zurückgezogen
Hilma PergandeHeidebad in Halle bleibt für alle offen – Sprachtest-Pläne zurückgezogen
Der Betreiber des Heidebads, Mathias Nobel, hat einen umstrittenen Plan zurückgezogen, der den Zutritt zum Bad von Deutschkenntnissen abhängig machen sollte. Die Kehrtwende erfolgte nach massiver Kritik und Druck seitens der Stadt Halle.
Mathias Nobel war zunächst für seinen Vorschlag in die Schusslinie geraten, nur Besuchern mit ausreichenden Deutschkenntnissen den Eintritt zu gewähren. Die geplante Regelung löste bundesweit Kritik aus und warf Fragen nach möglicher Diskriminierung auf.
Die Stadt Halle griff ein und warnte, dass eine solche Praxis gegen den Pachtvertrag verstoßen könnte. Bürgermeister Alexander Vogt nahm an einem Gespräch mit Nobel teil, um die Angelegenheit zu klären. Nach den Gesprächen, die Nobel als „sehr harmonisch“ bezeichnete, einigte man sich auf eine Lösung.
Nobel sagte nun zu, mehrsprachige Hinweisschilder aufzustellen, um die Regeln deutlich zu kommunizieren. Zudem bestätigte er, dass das Heidebad für alle offen bleibt, die sich an die Vorschriften halten – unabhängig von ihren Sprachkenntnissen. Der Betreiber kündigte an, die bestehenden Regeln konsequent durchzusetzen, auch am Eingang. Er äußerte sich gespannt darauf, ob die neuen Schilder zu weniger Verstößen führen werden.
Der Streit wurde mit dem Bekenntnis zu einer besseren Kommunikation beigelegt. Sprachkenntnisse sollen künftig keine Rolle bei der Ahndung von Regelverstößen spielen. Durch das Eingreifen der Stadt wurde die umstrittene Regelung zurückgenommen, und das Bad wird nun mehrsprachige Aushänge anbringen.
