20 April 2026, 02:10

Halle lehnt Lkw-Durchfahrtsverbot in Reideburg trotz Anwohnerprotesten ab

Anschlagtafel an einem Zaun mit einem Schild über Straßenmusiker, die die Stadtlärmvorschriften einhalten, im Hintergrund ist eine Straße zu sehen.

Halle lehnt Lkw-Durchfahrtsverbot in Reideburg trotz Anwohnerprotesten ab

Die Stadtverwaltung von Halle hat ein Durchfahrtsverbot für Lkw auf der Delitzscher Straße im Stadtteil Reideburg ausgeschlossen. Die Entscheidung fällt nach Beschwerden von Anwohnern über Lärm und Luftverschmutzung, die zu Forderungen nach Einschränkungen für Schwerlastverkehr geführt hatten.

Die SPD-Stadtratsfraktion hatte eine Prüfung eines möglichen Lkw-Verbots vorangetrieben. Ihr Antrag folgte Klagen von Anwohnern über den gestiegenen Verkehr, insbesondere durch Fahrer, die die Straße als Abkürzung von der Autobahn A9 nutzen. Die Route hat sich zudem zu einer beliebten Ausweichstrecke für den Fern- und Stadtverkehr entwickelt.

Eine frühere Untersuchung der Angelegenheit hatte bereits ergeben, dass es keine rechtliche Grundlage für ein Verbot gibt. Die Stadt bestätigte diese Position und argumentierte, die Delitzscher Straße spiele eine zentrale Rolle im übergeordneten Straßennetz. Auch Lieferdienste seien auf die Strecke für ankommende und abgehende Sendungen angewiesen, was mögliche Einschränkungen zusätzlich erschwere.

Vertreter der Stadt betonten die Bedeutung der Straße für die Vernetzung verschiedener Stadtteile. Ein Verbot für Lkw-Verkehr könnte demnach wichtige Transportverbindungen unterbrechen und lokale Unternehmen beeinträchtigen.

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Die Entscheidung bedeutet, dass Lkw die Delitzscher Straße weiterhin ohne neue Auflagen nutzen dürfen. Betroffene Anwohner, die sich über Lärm und Abgase sorgen, müssen nun nach alternativen Lösungen suchen. Die Stadt hat klar gemacht, dass die Funktion der Straße im Verkehrsnetz die Forderungen nach einem Verbot überwiegt.

Quelle