Frankfurter Start-up 360x revolutioniert Vermögenshandel mit Blockchain und Tokenisierung
Carmine WeißFrankfurter Start-up 360x revolutioniert Vermögenshandel mit Blockchain und Tokenisierung
Neues Digitalvermögen-Unternehmen 360x startet in Frankfurt mit Unterstützung von Deutsche Börse und Commerzbank
In Frankfurt hat das neue Digitalvermögen-Unternehmen 360x seinen Betrieb aufgenommen – unterstützt von der Deutsche Börse und der Commerzbank. Das Joint Venture setzt auf Blockchain-Technologie, um Vermögenswerte wie Kunst und Immobilien zu tokenisieren. Noch in diesem Jahr soll die erste Handelsplattform an den Start gehen.
Gegründet wurde das Unternehmen von Carlo Koelzer, der zuvor die Devisenhandelsplattform 360T aufgebaut hatte. Diese hatte die Deutsche Börse 2015 für knapp 800 Millionen Dollar übernommen. Koelzer führt 360x nun als CEO und ist zudem globaler Leiter des Devisenhandels (Global Head of FX).
Ziel von 360x ist es, regulierte und geordnete Märkte für tokenisierte Vermögenswerte zu schaffen. Das Motto "Investierbar machen – die Lücke zwischen Anlageklassen und Kapitalmärkten schließen" unterstreicht den Anspruch, neue Anlagechancen zu eröffnen. Durch Tokenisierung wird bruchteiliges Eigentum möglich, was die Hürden für Erstinvestitionen in hochwertige Assets senkt.
Sowohl die Deutsche Börse als auch die Commerzbank bringen Erfahrung in den Bereichen Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie (DLT) mit. Beide Institute waren an einem Pilotprojekt der Deutschen Bundesbank zur Abwicklung von Wertpapiertransaktionen auf Blockchain-Basis beteiligt. Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse, bezeichnete 360x als "eine kreative Plattform für die serielle Entwicklung von Marktplätzen".
In der ersten Phase konzentriert sich das Unternehmen auf Kunst und Immobilien, plant jedoch eine Ausweitung auf weitere Anlageklassen. Langfristig sollen offene, liquide Handelsplätze für Vermögenswerte entstehen, die bisher noch nie in digitalen Märkten verfügbar waren.
Noch 2024 wird 360x ein erstes funktionsfähiges Produkt (Minimum Viable Product, MVP) auf den Markt bringen. Die Plattform ermöglicht über die Blockchain den bruchteiligen Besitz bisher illiquider Assets. Mit der Deutsche Börse und der Commerzbank als Partnern strebt das Unternehmen an, konforme und effiziente Sekundärmärkte für tokenisierte Investments aufzubauen.






