Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über sechsstelligen Vergleich
Esther SchülerErfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über sechsstelligen Vergleich
Die Stadt Erfurt und der ehemalige Mitarbeiter Guy Montavon könnten ihren langwierigen Rechtsstreit außergerichtlich beilegen. Im Mittelpunkt der Gespräche steht eine Zahlung im mittleren sechsstelligen Bereich, die vor allem ausstehende Gehaltsforderungen aus seiner Entlassung vor über zwei Jahren abdecken soll. Eine endgültige Einigung könnte den Fall beenden, bevor er im September wieder vor Gericht kommt.
Montavon war Anfang 2022 fristlos entlassen worden. Die Stadt begründete die Kündigung später mit finanziellen Verfehlungen. Daraufhin reichte er eine Klage auf Wiedereinsetzung ein, die zu dem noch laufenden Gerichtsverfahren führte.
Mitte März fanden Vergleichsgespräche statt, bei denen beide Seiten eine finanzielle Regelung prüften. Die vorgeschlagene Summe soll sich im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen. Bei Annahme würde Montavon seine Klage gegen die Stadt fallen lassen.
Letzten Donnerstag informierte Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) den Ältestenrat über den Stand der Verhandlungen. Zwar war eine vorläufige Einigung erzielt worden, doch Montavon hat seitdem eine zusätzliche Forderung erhoben, wodurch sich die Finalisierung verzögert. Falls der Stadtrat den Bedingungen zustimmt, könnte der Vergleich bereits im Mai unterzeichnet werden.
Scheitern die Verhandlungen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt. Eine Einigung würde einen langwierigen Gerichtsprozess vermeiden und Montavon die ausstehenden Bezüge sichern. Nun muss der Stadtrat entscheiden, ob er die überarbeiteten Konditionen akzeptiert. Bis dahin bleibt der Rechtsstreit ungelöst.






