Energieverbrauch der deutschen Industrie 2020: Chemiebranche führt mit 29 Prozent
Carmine WeißEnergieverbrauch der deutschen Industrie 2020: Chemiebranche führt mit 29 Prozent
Der deutsche Industriesektor verbrauchte im Jahr 2020 insgesamt 3.747 Petajoule Energie. Dies bedeutete einen leichten Rückgang um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die verschiedenen Branchen und Energieträger spielten dabei eine unterschiedlich starke Rolle im Gesamtverbrauch.
Die chemische Industrie war mit Abstand der größte Energieverbraucher und machte 29 % des Gesamtbedarfs aus. Innerhalb dieses Sektors flossen 12 % der gesamten Industrieenergie in die Herstellung von Chemikalien, Düngemitteln und Kunststoffen. Mehr als ein Drittel der hier eingesetzten Energie diente dabei nicht als Brennstoff, sondern als Rohstoff.
An zweiter Stelle folgte die Metallherstellung und -verarbeitung mit einem Anteil von 22 %. Die Kokserzeugung und Mineralölraffination verbrauchten hingegen 10 % der Industrieenergie.
Strom trug 21 % zum gesamten Energiemix bei. Erdgas war der meistgenutzte Energieträger und deckte 31 % des Verbrauchs ab. Mineralöle, Erdölprodukte und Kohle kamen jeweils auf einen Anteil von 16 %.
Die Daten aus dem Jahr 2020 unterstreichen die dominierende Rolle der chemischen Industrie beim Energieverbrauch – sowohl als Brennstoff als auch als Rohstoff. Erdgas blieb der wichtigste Energieträger, während Strom und fossile Brennstoffe ebenfalls eine erhebliche Bedeutung hatten. Der leichte Rückgang beim Verbrauch spiegelte eine geringe Verringerung gegenüber den Werten des Vorjahres wider.






