Dreieich erhält Millionenförderung für klimaresistente Wälder bis 2034
Esther SchülerDreieich erhält Millionenförderung für klimaresistente Wälder bis 2034
Die Stadt Dreieich hat Bundesfördergelder erhalten, um ihre Wälder bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im Rahmen des Programms "Klimagerechte Waldwirtschaft" eine offizielle Zusage erteilt. Die Initiative soll in den nächsten zehn Jahren nachhaltige Forstpraktiken finanziell fördern.
Dreieich wird jährlich zwischen 47 und 100 Euro pro Hektar erhalten – bei der höchsten Förderstufe könnte der städtische Wald damit rund 20.000 Euro im Jahr einbringen. Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt strengere Auflagen erfüllt als die aktuellen gesetzlichen und Zertifizierungsstandards.
Eine zentrale Vorgabe ist, auf mindestens fünf Prozent der gesamten Waldfläche eine natürliche Waldentwicklung zuzulassen. Dreieich hat bereits entsprechende Zonen ausgewiesen, darunter ein Kerngebiet im Dreieichenhain sowie kleinere Abschnitte in anderen Stadtteilen. Eine weitere Bedingung ist die Ausweisung von fünf "Habitatbäumen" pro Hektar, um die biologische Vielfalt zu stärken.
Das Förderprogramm verlangt von den Teilnehmern eine zehnjährige Bindung. Sein Ziel ist es, Wälder durch gezielten Schutz und eine angepasste Bewirtschaftung widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.
Mit den Fördermitteln wird Dreieich langfristige Strategien umsetzen, um seine Wälder zu erhalten und aufzuwerten. Die jährlichen 20.000 Euro fließen in die klimagerechte Bewirtschaftung der nächsten zehn Jahre. Die Programmauflagen stellen sicher, dass der Erhalt der Artenvielfalt und das natürliche Waldwachstum im Mittelpunkt der städtischen Maßnahmen bleiben.






