16 March 2026, 16:14

Commerzbank-Aktie steigt nach UniCredit-Übernahmeangebot über 8 Prozent

Ein Screenshot einer Forex-Handelsplattform, die eine EUR/USD-Prognose für die Woche vom 16. Oktober 2014 anzeigt, mit dem Text "Signalgenerierung durch Crossover von EMA und MACD" neben dem Diagramm.

Commerzbank-Aktie steigt nach UniCredit-Übernahmeangebot über 8 Prozent

Turbulenter Wochenstart an der Frankfurter Börse: Rohstoffpreise und Banken-Übernahme sorgen für Bewegung

Die Frankfurter Wertpapierbörse erlebte einen volatilen Beginn der Handelswoche, da Anleger auf schwankende Rohstoffpreise und eine große Bankenübernahme reagierten. Die hohen Ölpreise hielten die Märkte in Atem, während ein überraschendes Übernahmeangebot für die Commerzbank deren Aktie in die Höhe schnellen ließ.

Am Montag gab die UniCredit ein Übernahmeangebot für die Commerzbank im Volumen von 35 Milliarden Euro bekannt. Demnach sollen Commerzbank-Aktionäre für jede ihrer Aktien 0,485 UniCredit-Papiere erhalten. Die Nachricht trieb den Kurs der Commerzbank um etwa 7 bis 8,79 Prozent nach oben und machte sie zum Spitzenreiter im Aktienindex. Gleichzeitig gaben die eigenen Papiere der UniCredit zwischen 0,57 und 2,4 Prozent nach.

An den Rohstoffmärkten zeigte sich unterdessen eine leichte Entspannung: Die Nordsee-Ölsorte Brent notierte mittags bei 102,80 Dollar pro Fass – ein Minus von 0,3 Prozent im Vergleich zur vorherigen Sitzung. Auch Gold verbilligte sich leicht um 0,1 Prozent auf 5.021 Dollar pro Unze. Die Devisenmärkte entwickelten sich gegenläufig: Der Euro legte auf 1,1478 Dollar zu bzw. wurde mit 0,8712 Euro pro Dollar gehandelt.

Die Stimmung an den Börsen blieb angespannt, vor allem wegen der nach wie vor hohen Ölpreise. Analysten warnten, dass zyklische Branchen wie Chemie, Luftfahrt und Automobilindustrie in den kommenden Monaten mit schwächeren Finanzkennziffern rechnen müssten. Zudem könnte der anstehende Verfallstag für Derivate am Freitag Anleger veranlassen, ihre Aktienpositionen zu reduzieren, um Risiken zu begrenzen.

Zu den Gewinnern des Tages zählten Bayer, Heidelberg Materials und Rheinmetall. Am unteren Ende des Index lagen Scout24, Zalando und Brenntag, wobei für die drei Schlusslichter keine konkreten Kursbewegungen gemeldet wurden.

Der Kursanstieg der Commerzbank folgte auf das Übernahmeangebot der UniCredit, während die breiteren Märkte weiterhin sensibel auf Ölpreis- und Währungsschwankungen reagierten. Angesichts der gedämpften Wachstumserwartungen in zyklischen Sektoren beobachten Anleger gespannt die Entwicklungen vor dem Derivate-Stichtag am Freitag. Der leichte Rückgang bei Rohstoffen und die Aufwertung des Euro konnten die grundsätzliche Nervosität an den Märkten kaum mildern.

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