05 May 2026, 10:13

Brantner wirft Regierung mangelnde Zukunftsvisionen vor – "nur verwaltet, nicht gestaltet"

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

Brantner wirft Regierung mangelnde Zukunftsvisionen vor – "nur verwaltet, nicht gestaltet"

Franziska Brantner, Vorsitzende der Grünen, hat die aktuelle Bundesregierung scharf kritisiert, weil sie es versäumt habe, substanzielle Reformen umzusetzen. Im Gespräch mit Pınar Atalay bei ntv äußerte sie, das Land werde „irgendwie verwaltet, aber nicht zukunftsfähig gestaltet“.

Brantner räumte ein, dass die vorherige Ampelkoalition mit internen Konflikten zu kämpfen gehabt habe. Dennoch betonte sie, auch die neue Regierung erfülle die Erwartungen nicht – es fehle sowohl an Visionen als auch an Schwung für echten Wandel.

Während des Interviews warnte sie, die gegenwärtige politische Stimmung gefährde das ohnehin bröckelnde Vertrauen der Bürger weiter. Statt sich auf Umfragewerte oder Beliebtheitsrankings zu konzentrieren, forderte sie die Verantwortlichen auf, sich konkreten Herausforderungen zu stellen und ein neues Gemeinschaftsgefühl aufzubauen.

Die Grünen seien weiterhin bereit, gezielte Vorhaben zu unterstützen – etwa bei der Modernisierung der Verwaltung, der Digitalisierung oder der Infrastrukturpolitik. Brantner machte deutlich, dass es nicht Aufgabe ihrer Partei sei, die Regierung zu ersetzen, sondern dort zu helfen, wo es möglich ist. Gleichzeitig rief sie SPD und CDU zu mehr Zusammenarbeit auf, um die drängenden Probleme Deutschlands anzugehen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Besonders wichtig seien ihr verfassungsrechtliche Anpassungen und zielgerichtete Reformen statt politischer Profilierungssucht, so Brantner. Die Grünen stünden bereit, mit anderen Parteien an praktikablen Lösungen zu arbeiten.

Ihre Äußerungen spiegeln die anhaltende Unzufriedenheit mit dem Regierungskurs wider. Die Partei signalisiert zwar Bereitschaft zu parteiübergreifender Zusammenarbeit bei zentralen Reformprojekten – ob daraus tatsächlich Taten folgen, bleibt jedoch abzuwarten.

Quelle