Aumovio verzeichnet Rekordverlust von 655 Millionen Euro im Jahr 2023
Hilma PergandeAumovio verzeichnet Rekordverlust von 655 Millionen Euro im Jahr 2023
Aumovio meldet deutlichen Verlustanstieg für 2023
Aumovio verzeichnete im Jahr 2023 einen starken Anstieg der Verluste: Das Nettoergebnis verschlechterte sich von 289 Millionen Euro auf 655 Millionen Euro im Minus. Als Gründe nannte das Unternehmen einmalige Restrukturierungskosten sowie die Ausgliederung seiner Continental-Sparte. Trotz des finanziellen Rückschlags betonte die Unternehmensführung jedoch eine deutliche Verbesserung der Liquidität.
Im vergangenen Jahr blieb der Kerngeschäftsumsatz stabil, doch die Gesamtumsätze sanken um 5,6 % auf 18,55 Milliarden Euro. Für 2024 prognostiziert Aumovio einen bereinigten Umsatz zwischen 17,0 und 18,5 Milliarden Euro – was auf einen möglichen weiteren Rückgang hindeutet.
Die Umstrukturierung bleibt ein zentraler Schwerpunkt: Bis Ende 2025 sollen zusätzlich 3.000 Stellen in Forschung und Entwicklung abgebaut werden. Trotz der Sparmaßnahmen warnte die Führungsetage, dass die operativen Gewinnmargen weiter schrumpfen könnten.
Für das laufende Jahr rechnet Aumovio mit einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 3,5 % und 5,0 %, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. Die Prognose spiegelt zudem einen branchenweiten Trend wider, da das Unternehmen mit einem Rückgang der globalen Produktion von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen rechnet.
Obwohl die Erwartungen mit denen anderer Automobilzulieferer übereinstimmen, liegen sie weiterhin unter den durchschnittlichen Markterwartungen.
Aumovio steht damit vor einem weiteren schwierigen Jahr, in dem Umsätze und Gewinnmargen unter Druck geraten. Die Umstrukturierungsmaßnahmen und Kostensenkungen zielen darauf ab, die Performance zu stabilisieren – doch weitere Rückgänge bei Absatz und Produktionsvolumen sind zu erwarten. Die angestrebte EBIT-Marge signalisiert vorsichtigen Optimismus angesichts anhaltender Branchenherausforderungen.






