AfD in Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete nach internen Skandalen
Tilly HörleAfD in Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete nach internen Skandalen
Zwei weitere Abgeordnete haben die AfD-Fraktion im Hamburger Bezirk Harburg verlassen. Durch den Austritt von Andreas Ehlers und Harald Feineis schrumpft die Gruppe auf nur noch drei Mitglieder. Ihr Rückzug folgt auf eine Reihe von Kontroversen und internen Streitigkeiten innerhalb der Partei.
Die jüngsten Austritte sind der vorläufige Höhepunkt eines turbulenten Jahres für die AfD in Harburg. Bereits 2023 verließ Adrian Leuser, ein weiterer AfD-Politiker, die Fraktion und zog aus der Stadt weg, nachdem er Drohungen erhalten hatte. Erst kürzlich berichtete Leuser, nach seiner Beschwerde über rassistische Beleidigungen und Drohungen von einem Parteikollegen eine unheilvolle Botschaft an seiner Wohnungstür vorgefunden zu haben.
Andreas Ehlers erhebt schwere Vorwürfe gegen den Fraktionsvorsitzenden Helge Ritscher. Er wirft Ritscher vor, ihn körperlich angegriffen zu haben, und kritisiert zudem eine mangelhafte Finanzverwaltung der Fraktion, bei der eine sechsstellige Summe nicht nachvollziehbar sei. Unterdessen warf Simon Dhemija von der Linken der AfD vor, gezielt Skandale zu provozieren, um die lokale Politik zu destabilisieren.
Die Probleme der AfD stehen im Kontrast zur Stabilität der anderen Parteien in der Bezirksversammlung. Die Christlich Demokratische Union (CDU) stellt mit 12 Sitzen die stärkste Fraktion, gefolgt von der SPD mit 10 Mandaten. Die Grünen verfügen über 8 Sitze, die Linke über 4 und Volt über 3. Trotz des schrumpfenden Einflusses der AfD zweifelt der CDU-Abgeordnete Rainer Bliefernicht daran, dass die Austritte für Ruhe in der Versammlung sorgen werden.
Nach den jüngsten Austritten zählt die AfD-Fraktion in Harburg nur noch drei Mitglieder. Vorwürfe wegen Körperverletzung, finanzieller Unregelmäßigkeiten und Drohungen belasten weiterhin ihre Arbeit. Die anderen Parteien zeigen sich zurückhaltend, was die Auswirkungen auf die lokale Regierungsarbeit angeht.






