02 April 2026, 14:10

Zoll stoppt zwei mutmaßliche Steuerhinterzieher auf der A3

Rumänisches Flagge mit horizontalen Streifen in rot, gelb und blau von oben nach unten.

Zoll stoppt zwei mutmaßliche Steuerhinterzieher auf der A3

Zollbeamte decken zwei Verdachtsfälle von Steuerhinterziehung auf der A3 auf

Im vergangenen Monat entdeckten Zollbeamte auf der Autobahn A3 zwei Fälle des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Am 26. Januar 2025 hielten Mitarbeiter des Hauptzollamts Darmstadt zwei Pkw auf dem Weg nach Rumänien an. Beide Fahrzeuge waren aus dem Vereinigten Königreich eingeführt worden – ohne die erforderlichen Steuererklärungen.

Die Kontrolle fand am Rastplatz Medenbach-West statt. Dabei stellte sich heraus, dass keiner der Fahrer Nachweise über die gezahltem Einfuhrabgaben für die britischen Fahrzeuge vorlegen konnte. Da das Vereinigte Königreich seit dem Brexit nicht mehr zur EU gehört, waren für beide Lieferungen Steuern fällig.

Gegen die beiden Fahrer wurden Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. Sie mussten vor Ort insgesamt rund 1.150 Euro an Einfuhrabgaben begleichen, bevor sie ihre Fahrt fortsetzen durften. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung von etwa 350 Euro erhoben, um mögliche Bußgelder und Prozesskosten abzudecken.

Die weiteren Ermittlungen in den Fällen hat inzwischen das Hauptzollamt Saarbrücken übernommen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bundesweit bleibt die illegale Einfuhr von Fahrzeugen aus Drittstaaten ein anhaltendes Problem. Allein 2024 registrierte der deutsche Zoll über 1.200 Fälle nicht oder falsch versteuerter Fahrzeugimporte, wodurch dem Fiskus Schaden in Höhe von rund 150 Millionen Euro entstand. Vorläufigen Zahlen zufolge gab es 2025 bisher etwa 900 solche Fälle, wobei detaillierte Statistiken erst im nächsten Jahresbericht veröffentlicht werden.

Beide Fahrer beglichen die ausstehenden Abgaben und Sicherheitsleistungen noch vor Ort. Anschließend durften sie ihre Reise nach Rumänien fortsetzen. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Verstößen laufen noch.

Quelle