ZEW-Indikator steigt: Märkte hoffen auf USA-Iran-Abkommen und reagieren mit Optimismus
Esther SchülerZEW-Indikator steigt: Märkte hoffen auf USA-Iran-Abkommen und reagieren mit Optimismus
Die Wirtschaftserwartungen unter Finanzanalysten und institutionellen Anlegern sind laut dem jüngsten Bericht des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) deutlich gestiegen. Die verbesserte Stimmung folgt wachsenden Erwartungen an ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Die Märkte reagierten am Dienstag während der Handelssitzung mit vorsichtigem Optimismus.
Der ZEW-Indikator für die mittelfristigen Wirtschaftserwartungen verzeichnete einen spürbaren Anstieg. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, führte die hellere Stimmung auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zurück. Gleichzeitig betonte er, dass die allgemeine Stimmung deutlich schwächer sei als zu Jahresbeginn und es keine Anzeichen für übertriebene Euphorie unter den Befragten gebe.
Bis zum Mittag des Dienstags stieg der Euro leicht auf 1,1612 US-Dollar. Die Ölpreise gaben hingegen nach: Die Nordsee-Ölsorte Brent verlor 2,03 Dollar und notierte bei 81,14 Dollar pro Fass – ein Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem vorherigen Schlusskurs.
In Frankfurt kletterte der DAX um 0,6 Prozent auf etwa 25.045 Punkte. Zu den größten Gewinnern zählten Gea, Siemens Energy und Rheinmetall, während Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW zu den schwächsten Werten des Tages gehörten. Der DAX schloss im Plus, gestützt durch Zuwächse bei Industrie- und Rüstungswerte. Die Ölpreise fielen, da die Märkte die jüngsten geopolitischen Entwicklungen verarbeiteten. Analysten hoben zwar die Stimmungsaufhellung hervor, warnten jedoch, dass grundlegende wirtschaftliche Sorgen weiterhin bestehen.






