Wiesbaden will bis 2030 barrierefreie Modellstadt werden – das ist der Grün-Plan
Esther SchülerWiesbaden will bis 2030 barrierefreie Modellstadt werden – das ist der Grün-Plan
Die Wiesbadener Grünen präsentieren Plan: Bis 2030 soll die Stadt Vorreiter in Sachen Barrierefreiheit werden
Die Grünen in Wiesbaden haben ein Konzept vorgelegt, mit dem die Landeshauptstadt bis 2030 zu einer führenden Kommune in puncto Barrierefreiheit werden soll. Im Mittelpunkt stehen die frühzeitige Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und Senioren in der Stadtplanung sowie neue Förderprogramme und Anerkennungssysteme für inklusive Praktiken.
Die Partei will Barrierefreiheit zu einem zentralen Bestandteil aller Entscheidungsprozesse machen. Eine neu einzurichtende Arbeitsgruppe soll sicherstellen, dass Inklusion in jedem politischen Vorhaben und Projekt verankert wird. Zudem schlagen die Grünen einen jährlichen Fonds vor, um barrierefreie Veranstaltungen und bauliche Verbesserungen zu unterstützen.
Um Unternehmen zu motivieren, planen die Grünen die Einführung eines Preises für Arbeitgeber mit vorbildlichen inklusiven Einstellungspraktiken. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Parallel dazu wird die Bürgerbeteiligung durch die anstehenden Veranstaltungsreihe "Digitale Zukunftswerkstätten" gestärkt, die sich mit Themen wie Sport, Klima, Verkehr und Stadtentwicklung beschäftigt.
Die Online-Formate stehen allen offen; eine Teilnahme ist per Computer oder Telefon möglich. Die Grünen betonen, dass Barrierefreiheit – ob bei Dienstleistungen, Medien oder Alltagsgegenständen – unverzichtbar für eine vollständige gesellschaftliche Teilhabe sei.
Die Initiative setzt sich das Ziel, Wiesbaden bis 2030 zur Modellstadt für Barrierefreiheit zu entwickeln. Konkrete Maßnahmen umfassen Fördermittel, Anreize für Arbeitgeber und Bürgerdialoge. Wie viele Menschen mit Behinderungen aktuell in der Stadt leben, geht aus den verfügbaren Daten jedoch nicht eindeutig hervor.






