26 June 2026, 08:07

Wiesbaden kämpft gegen nächtliche Hupkonzerte und laute Autokorsos

Autokorsos in Wiesbaden: Warum die Polizei selten eingreift

Wiesbaden kämpft gegen nächtliche Hupkonzerte und laute Autokorsos

Wiesbadener Anwohner leiden häufig unter dem Lärm von Autokorsos, die mit Hupkonzerten durch die Innenstadt fahren. Die Störungen stammen oft von Hochzeitsgesellschaften, Fußballfeiern oder anderen Zusammenkünften – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Besonders im Sommer sind Hochzeitskorsos die häufigste Ursache für Beschwerden über übermäßiges Hupen. Der Lärm endet nicht mit Sonnenuntergang, sondern hält oft bis tief in die Nacht an. Die gesetzliche Ruhezeit in Wiesbaden beginnt zwar um 22 Uhr, doch ein Einschreiten der Polizei ist nur möglich, wenn Beamte die Verstöße direkt beobachten.

Bei großen Fußballereignissen wie der FIFA-Weltmeisterschaft zeigen die Behörden etwas Kulanz: Feiernde Autokorsos werden geduldet, solange sie geordnet bleiben. Nach Mitternacht hat jedoch der öffentliche Frieden Vorrang vor geselligen Anlässen.

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Unnötiges Hupen ist in Wiesbaden eine Ordnungswidrigkeit. Die Bußgelder beginnen bei 5 Euro für den Missbrauch der Hupe und steigen auf 10 Euro, wenn der Lärm eine deutliche Belästigung darstellt. Die Polizei greift in der Regel ein, wenn Korsos den Verkehr blockieren, Sicherheitsrisiken schaffen oder gegen Verkehrsregeln verstoßen. Betroffene Anwohner können Vorfälle melden – am besten, während sie noch stattfinden.

Die Wiesbadener Behörden versuchen, das Recht auf Feiern mit dem Bedürfnis nach Ruhe in Einklang zu bringen. Doch die Polizei kann nur handeln, wenn sie die Verstöße selbst wahrnimmt. Die Strafen für übermäßiges Hupen bleiben zwar gering, doch bei wiederholten Rüstörungen könnten strengere Maßnahmen folgen.

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