23 May 2026, 18:09

Wiesbaden kämpft gegen Gewalt an Frauen mit Aufklärung und Solidarität

Bürgerliches Frauenbüro unterstützt 'Orange the World'

Wiesbaden kämpft gegen Gewalt an Frauen mit Aufklärung und Solidarität

Wiesbaden gedenkt des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen mit Aufklärungskampagne

Am 25. November hat Wiesbaden den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen mit einer öffentlichen Aktionskampagne begangen. Der Zonta Frauenclub organisierte die Veranstaltung in der Fußgängerzone der Stadt, wo Informationsmaterialien und orangefarbene Luftballons verteilt wurden. In diesem Jahr lag der Fokus auf dem anhaltenden Problem geschlechtsspezifischer Gewalt in Deutschland sowie den lokalen Hilfsangeboten.

Die Kampagne fiel zusammen mit der jährlichen UN-Initiative „Orange the World“, die sich für die Prävention von Gewalt gegen Frauen einsetzt. Traditionell würde das Rathaus orange beleuchtet, um Solidarität zu zeigen – doch in diesem Jahr wurde darauf aus Energiespargründen verzichtet.

Vor Ort verteilten Saskia Veit-Prang und Carolin Rauscher vom Stadtfrauenbüro gemeinsam mit anderen Helferinnen Informationsbroschüren und die typischen Ballons. Ein Infostand bot Beiträge verschiedener Organisationen, darunter der Arbeitskreis Prävention. Besucher:innen konnten sich über lokale Angebote wie die „Bring-mich-heim“-Hotline und die Kampagne „Luisa ist hier“ informieren, die Beratung und Unterstützung anbieten.

Die Veranstaltung lenkte auch den Blick auf alarmierende Zahlen: In Deutschland erlebt jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. Alle 45 Minuten wird eine Frau von ihrem Partner schwer verletzt. Für junge Menschen bieten Gruppen wie die „Feministischen Fritten“ sichere Räume, um Erfahrungen auszutauschen und Ideen zu teilen.

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Die Wiesbadener Kampagne unterstrich die Bedeutung von Präventionsarbeit und Unterstützungsangeboten in der Region. Lokale Einrichtungen bieten weiterhin Beratungsstellen, Hotlines und Schutzräume für Betroffene an. Die Aktion machte deutlich: Gewalt gegen Frauen bleibt ein dringendes Problem, das gemeinsames Handeln erfordert.

Quelle