Wiesbaden fördert freie Theaterszene mit innovativen Stipendien für Kunst und Gesellschaftskritik
Hilma PergandeWiesbaden fördert freie Theaterszene mit innovativen Stipendien für Kunst und Gesellschaftskritik
Wiesbaden hat eine neue Runde von Arbeitsstipendien angekündigt, um die freie Theaterszene der Stadt zu stärken. Gefördert werden Projekte aus den Bereichen Theater, Tanz und multimediale Performances. Eine fünfköpfige Jury wählte die Stipendiaten aus, deren Arbeiten sich mit Themen wie Nationalismus, Trauma und Geschlechterrollen auseinandersetzen.
Die Stipendien unterstützen eine vielfältige Palette künstlerischer Experimente. Ann Kathrin Pfahler wird ein Stück mit dem Titel Von Astronauten und Tiefseetauchern // UFO schreiben, während Katharina Heißenhuber sich in Musikalische Hybride mit der Verbindung von Gesangstraining und genreübergreifendem Songwriting beschäftigt. Lena Kunz wiederum erforscht in ihrem Projekt *Tauchgänge (((((((( von Echos & Geistern (((((((((((( * transgenerationelles Trauma durch Bewegung und Text.
Zu den geförderten Werken gehören außerdem Elena Packhäusers Bühnenadaption von Charlotte P. Gilmans Herland sowie Matthew Tusas Tanzstück Tanzforschung: Warum hält sich das Patriarchat?, das patriarchale Strukturen kritisch hinterfragt. Moritz Buch entwickelt mit Nationalismus Reloaded – 20 Jahre nach dem „Sommermärchen“ eine multimediale Performance, die sich mit Nationalismus auseinandersetzt. Nora Koschel-Gelecker und Christiane Stahl arbeiten gemeinsam mit Jugendlichen an SpielRaum: Interaktives Theater für junge Menschen und loten die Grenzen des partizipativen Theaters aus.
Mit der Initiative will die Stadt Innovation fördern, indem sie Ressourcen für frühe künstlerische Forschungs- und Entwicklungsphasen bereitstellt. Die Stipendien ermöglichen es den Künstlern, ihre Konzepte zu verfeinern und neue Performances auf Wiesbadens Bühnen zu bringen. Die Projekte umfassen Theater, Tanz, Musik und Multimedia und spiegeln das Engagement der Stadt für kreative Experimente wider. Die geförderten Arbeiten sollen in den kommenden Spielzeiten ihre Premieren feiern.






