23 May 2026, 10:09

Wegner prüft Wohnungsbau am Rand des Tempelhofer Felds – trotz Volksentscheid

Wegner: Berlin könnte am Rand des Tempelhofer Felds bauen

Wegner prüft Wohnungsbau am Rand des Tempelhofer Felds – trotz Volksentscheid

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne zur Bebauung von Teilen des Tempelhofer Felds. Die Vorschläge sehen vor, entlang der Ränder des ehemaligen Flughafenareals Wohnraum zu schaffen. Dies geschieht trotz eines Volksentscheids aus dem Jahr 2014, der Baumaßnahmen auf der offenen Wiesenfläche selbst untersagt hatte.

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Eine Gruppe von Architekten stellte kürzlich einen Entwurf für das Gelände vor. Ihr Konzept sieht den Bau von etwa 21.000 Wohnungen auf rund einem Drittel der Fläche vor. Würden diese realisiert, könnten dort über 50.000 Menschen ein Zuhause finden.

Die 200 Hektar geschützte Wiesenfläche im Zentrum des Tempelhofer Felds blieben dabei unangetastet. Eine Bebauung wäre nur an den äußeren Rändern vorgesehen – im Einklang mit dem Tempelhof-Gesetz. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 59 Prozent der Berlinerinnen und Berliner eine solche „maßvolle Randbebauung“ für zusätzlichen Wohnraum befürworten.

Das Land Berlin könnte das Projekt federführend umsetzen; derzeit prüft der Finanzsenator die wirtschaftliche Machbarkeit. Wegners Senat untersucht nun, ob die Pläne vorangetrieben werden können, ohne gegen den Volksentscheid von 2014 zu verstoßen.

Ziel des Vorhabens ist es, dem Berliner Wohnungsmangel entgegenzuwirken, ohne den Kern des Tempelhofer Felds anzutasten. Bei einer Genehmigung würde sich die Bebauung auf die Ränder des Geländes beschränken, während die zentralen Wiesen erhalten blieben. Der nächste Schritt hängt von der Bewertung des Finanzsenators ab – sowohl in finanzieller als auch in rechtlicher Hinsicht.

Quelle