Warum Jagd und Angeln in Deutschland trotz Tierschutz-Kritik legal bleiben
Esther SchülerWarum Jagd und Angeln in Deutschland trotz Tierschutz-Kritik legal bleiben
Jagen und Angeln als Freizeitbeschäftigung bleiben in Deutschland trotz wachsender Kritik von Tierschutzorganisationen legal
Jährlich werden in Deutschland über fünf Millionen Wildtiere und 200.000 Katzen von Hobbyjägern getötet, während Millionen Fische durch das Angeln Verletzungen erleiden oder einen langsamen Tod sterben. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert ein Ende dieser Praktiken – mit der Begründung, sie seien weder ökologisch notwendig noch ethisch vertretbar.
Nach aktuellem deutschem Recht gibt es keine spezifischen Einschränkungen für Freizeitjagd oder -fischerei. Zwar schreiben Tierschutzbestimmungen seit 2022 eine Betäubung von Krebstieren und Fischen vor, doch Hobbyjäger töten Tiere oft ohne solche Maßnahmen. Kritiker weisen darauf hin, dass die Jagd soziale Strukturen wildlebender Tiere zerstört, was zu vermehrter Fortpflanzung und Problemen wie der Überpopulation von Wildschweinen führt. Dennoch gibt es keine offiziellen Daten, die die Auswirkungen auf die Tierbestände erfassen.
Auch Angler verursachen jährlich Leiden bei Millionen Fischen – durch Hakenverletzungen und langes Ersticken. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Fische schmerzempfindlich sind, sich im Spiegel erkennen und soziale Bindungen eingehen können. Peter Höffken von PETA betont, dass die Jagd weder ökologisch noch ethisch zu rechtfertigen sei, und ruft die Bevölkerung auf, solche Aktivitäten zu meiden.
Mehrere Petitionen gegen die Jagdpraxis wurden eingereicht, doch rechtliche Änderungen blieben aus. PETA fordert weiterhin ein vollständiges Verbot von Freizeitjagd und -fischerei in ganz Deutschland.
Die Debatte über Jagd und Angeln als Hobby hält an – mit Millionen betroffener Tiere pro Jahr. Während PETA und andere Gruppen strengere Regelungen fordern, bleiben die bestehenden Gesetze unverändert. Ohne neue Beschränkungen werden die Praktiken unter den aktuellen Tierschutzbestimmungen weitergeführt.






