Verdi ruft zu flächendeckenden Warnstreiks bei der AOK Baden-Württemberg auf
Esther SchülerVerdi ruft zu flächendeckenden Warnstreiks bei der AOK Baden-Württemberg auf
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks bei den AOK-Geschäftsstellen in ganz Baden-Württemberg aufgerufen. Der Schritt folgt gescheiterten Tarifverhandlungen, bei denen die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hatten. Nun wollen die Beschäftigten aus Protest gegen Löhne und Arbeitsbedingungen die Arbeit niederlegen.
Die AOK Baden-Württemberg beschäftigt rund 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 14 Regionaldirektionen, der Zentrale sowie der IT-Tochter ITSCare. Von den Streiks betroffen sein werden alle Standorte – jeder Ausstand soll einen vollen Tag dauern. An einigen Orten werden sich die Proteste zudem mit bereits streikenden Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in der Region zusammenschließen.
Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent für die Beschäftigten, mindestens jedoch 375 Euro mehr über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Die Hauptverhandlerin der Gewerkschaft, Claudia Chirizzi, verwies auf die hohe Arbeitsbelastung der Mitarbeiter, die täglich 4,6 Millionen Versicherte betreuen. Da die Arbeitgeber in den ersten Verhandlungen kein Gegenangebot unterbreitet hatten, sieht sich Verdi nun zu verschärften Maßnahmen gezwungen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 17. und 18. Februar angesetzt. Bis dahin werden die Warnstreiks fortgesetzt und den Betrieb in den AOK-Geschäftsstellen sowie die IT-Dienstleistungen beeinträchtigen. Sollte es auch diesmal keine Einigung geben, drohen weitere Ausstände. Das Ergebnis der Februar-Gespräche wird entscheiden, ob die Arbeitskämpfe fortgeführt oder sogar ausgeweitet werden.
Die Streiks werden sich auf Kundenservice und Verwaltungsarbeiten an den AOK-Standorten auswirken. Da noch keine Lösung in Sicht ist, könnten bei einem erneuten Scheitern der Verhandlungen weitere Beeinträchtigungen folgen.






