01 April 2026, 00:33

Treibjagd in Hessen eskaliert: Wildschwein stirbt nach grausamer Hetzjagd durch Wohngebiete

Ein Gemälde namens "Die Jagd auf den Wildschwein" von William Hogarth, das eine Gruppe von Hunden in einem bewaldeten Gebiet mit Bäumen, Pflanzen, Gras und einem bewölkten Himmel zeigt.

Treibjagd in Hessen eskaliert: Wildschwein stirbt nach grausamer Hetzjagd durch Wohngebiete

Treibjagd in Wehrheim (Hessen) löst Empörung aus – Wildschwein stirbt nach minutenlanger Qual

Eine Treibjagd am 26. Oktober 2024 im hessischen Wehrheim hat für Aufsehen gesorgt, nachdem ein Wildschwein mehrere Minuten lang schwer leiden musste. Beteiligt war der Schweizer Jäger Daniel Gerber, dessen große Meute von Schweißhunden laut Augenzeugen in Wohngebieten und auf angrenzenden Straßen für Chaos sorgte. Mittlerweile liegt eine Strafanzeige wegen des langen Leidensweges des Tieres und der mangelnden Kontrolle über die Hunde vor.

Organisiert wurde die Jagd von Dr. Walter Kuna und umfasste zwölf Schweizer Laufhunde, eine Rasse, die normalerweise zur Nachsuche auf Großwild wie Elche, Tiger oder Bären eingesetzt wird. Stattdessen wurden die leistungsstarken Hunde auf kleinere Wildtiere wie Wildschweine und Rehe angesetzt. Zeugen beschrieben die Qualen des Keilers als langwierig und erschütternd – das sichtlich verängstigte Tier wurde erst nach längerer Hetze getötet.

Gerber, ein Schweizer Hobbyjäger, bringt seine Hunde regelmäßig aus der Schweiz in Nachbarländer, da ihm lokale Gesetze verbieten, mit allen Tieren gleichzeitig zu jagen. Die Tierschutzorganisation Hunt Watch kritisierte diese Praxis als unnötig und belastend für die Tiere. Gerbers Verhalten, im Ausland mit dem gesamten Rudel zu jagen, bezeichnete die Gruppe als "pervers".

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Doch nicht nur die Jagd selbst sorgte für Kritik: Die Hunde sollen unkontrolliert in Wohngebiete gelaufen sein und den Verkehr gefährdet haben. Der Vorfall heizt die ohnehin angespannte Stimmung zwischen Jägern und Tierschützern weiter an. Letztere berichten von Einschüchterungsversuchen durch jagdbegeisterte Kreise nach dem Zwischenfall.

Mittlerweile wurde offiziell Anzeige wegen des Leidens des Wildschweins und der mangelnden Hundekontrolle erstattet. Der Fall wirft Fragen zu grenzüberschreitenden Jagdmethoden und dem Einsatz spezialisierter Hunderassen bei kleineren Treibjagden auf. Die lokalen Behörden wollen den Vorfall in den kommenden Wochen prüfen.

AKTUALISIERUNG

Recurring Hunt in Wehrheim Raises Concerns Over Unchanged Practices

A similar Drückjagd in Wehrheim on 25 October 2025 saw reduced participation but persistent ethical issues. Key findings include:

  • Fewer jagers and dogs, yet a deer with a deep abdominal wound likely died in agony.
  • No Swiss Stöberhunde this time, but aggressive behaviour from some treiberinnen was reported.
  • The commune continued its secrecy over event dates, endangering public safety.