07 June 2026, 18:08

SXSW London 2024: Kontroversen um Meinungsfreiheit und Einreiseverbote

Piers Morgan findet, SXSW London 'hätte mehr für Cenk Uygur tun können', nachdem er aus dem UK ausgewiesen wurde: 'Ich bin ein bisschen enttäuscht'

SXSW London 2024: Kontroversen um Meinungsfreiheit und Einreiseverbote

SXSW London startet in seine zweite Auflage – doch die Kontroversen überschatten das Event

Diese Woche begann in Londons Szeneviertel Shoreditch das SXSW London, das noch bis zum 6. Juni stattfindet. Doch bereits in den ersten Tagen sorgte die Veranstaltung für Schlagzeilen: Zwei prominente Redner sahen sich mit Einschränkungen konfrontiert – einer wurde die Einreise nach Großbritannien verweigert, der andere geriet wegen seiner Äußerungen auf der Bühne in die Kritik.

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Am Donnerstag betrat der Moderator Piers Morgan die Bühne des Festivals und nutzte seine Rede, um die Entscheidung der britischen Regierung scharf zu verurteilen, dem politischen Kommentator Cenk Uygur die Einreise zu verwehren. Morgan behauptete, das Verbot stehe im Zusammenhang mit Uygurs offener Kritik an der israelischen Regierung. Zudem warf er den Festivalverantwortlichen vor, sich nicht entschieden genug für die Meinungsfreiheit eingesetzt zu haben.

Uygur sollte ursprünglich sowohl beim SXSW London als auch an der Universität Oxford einen Vortrag halten. Doch das Innenministerium vereitelte beide Auftritte. Auch der Kommentator Hasan Piker wurde die Einreise nach Großbritannien verweigert.

In seinem Auftritt lenkte Morgan die Aufmerksamkeit zudem auf das Herzogspaar von Sussex. Er warf Prinz Harry und Meghan Markle Heuchelei vor, weil sie ein Foto ihrer Tochter online teilten, obwohl sie sich öffentlich für den Schutz der Privatsphäre von Kindern einsetzen. Trotz der anschließenden Kritik bekräftigten die Organisatoren des SXSW London ihre Unterstützung für Morgans Recht auf freie Meinungsäußerung.

Das Festival läuft noch bis zum 6. Juni, doch die Ausschlüsse von Uygur und Piker werfen einen Schatten auf die Veranstaltung. Morgans Äußerungen – sowohl zu den politischen Einreiseverboten als auch zur Royal-Familie – halten die Debatten in den Medien präsent. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Organisatoren ihre Richtlinien für Redner in Folge der Kontroversen anpassen werden.

Quelle