09 June 2026, 18:12

Stuttgart 21: Bahnprojekt droht nächste Verzögerung bis 2031 – Özdemir fordert Klarheit

Eisenbahn unter Druck - Özdemirs Forderungen zum Stuttgart 21

Stuttgart 21: Bahnprojekt droht nächste Verzögerung bis 2031 – Özdemir fordert Klarheit

Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen weitere Verzögerungen – Eröffnung des Durchgangsbahnhofs erst Ende 2031?

Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor erneuten Verzögerungen: Aktuellen Berichten zufolge könnte der neue Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat von der Deutschen Bahn umgehend Aufklärung gefordert und die Lage als „katastrophale Nachricht“ für die Region und die Fahrgäste bezeichnet – sofern sich die Meldungen bestätigen. Das seit Jahren von Verzögerungen geplagte Vorhaben kämpft weiterhin mit explodierenden Kosten und technischen Herausforderungen.

Ursprünglich sollte Stuttgart 21 das Stuttgarter Schienennetz revolutionieren: Der alte Kopfbahnhof sollte durch einen modernen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt werden, ergänzt um neue Gleise, Tunnel, Brücken und Stationen. Doch die anhaltenden Verzögerungen haben die Zeitpläne immer wieder durcheinandergebracht. Bereits im November 2023 war die geplante Teilinbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs – einst für Ende 2026 avisiert – abgesagt worden.

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Ein weiteres Problem stellt die Digitalisierung des Stuttgarter Knotenpunkts dar. Geplant als erstes voll digitalisiertes Bahn-Drehkreuz Deutschlands, gestaltet sich die Umsetzung weitaus schwieriger als angenommen. Özdemir pocht darauf, dass die Deutsche Bahn verlässliche Daten vorlegt und eine verbindliche Zusage für die Fertigstellung sowohl des Bahnhofs als auch der digitalen Infrastruktur macht.

Auch die Kosten des Projekts sind längst aus dem Ruder gelaufen. Statt der ursprünglich veranschlagten Summe beläuft sich das Gesamtvolumen mittlerweile auf rund 11,3 Milliarden Euro. Ein Gerichtsurteil hatte die Deutsche Bahn dazu verpflichtet, die Mehrkosten allein zu tragen – eine zusätzliche finanzielle Belastung für das ohnehin schon angeschlagene Großprojekt.

Sollten sich die aktuellen Berichte bewahrheiten, müssen Fahrgäste und das Land Baden-Württemberg mit weiteren Jahren der Behinderungen rechnen. Eine Eröffnung des Durchgangsbahnhofs erst Ende 2031 wäre ein weiterer schwerer Rückschlag. Die Deutsche Bahn sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, klare Zeitpläne vorzulegen und die Fertigstellung des Projekts endlich sicherzustellen.

Quelle